Mittwoch, 21. Oktober 2026
Wir wollen zunächst nach Ockenheim, um noch eine Radtour durch die Weinberge zu unternehmen und auf dem Stellplatz kann man die Gasprüfung für den Camper machen lassen. Das trifft sich gut, denn der Termin passt genau. Der Wagen ist voll beladen und beim Starten streikt die Batterie. So war das nicht geplant. Der ADAC braucht nur 30 Minuten, dann folgt die Prüfung, wo das Problem ist. Mit dem Starterkabel läuft der Motor wieder, aber der nette Herr vom ADAC ist so gründlich und will die Batterie genauer prüfen. Wo ist sie nur? Unter dem Fahrersitz wird er fündig und stellt fest, dass diese Batterie fertig ist. Um das Modell herauszufinden, muss die Batterie ausgebaut werden. Nach einigem Schrauben ist es geschafft. Diesen Typ hat er nicht vorrätig, telefoniert mal eben. In Wallau bei „Villmar und Pflug“ wird er fündig. Also fahren wir mal eben mit dem Skoda nach Wallau, kaufen eine neue Batterie und zurück vor dem Camper steht der nette ADAC-Mitarbeiter wieder bereit, um die neue Batterie einzubauen. Um 11 Uhr ist alles erledigt und wir können los. Nach Rücksprache mit Herrn Olschewski (Gasprüfung war für 11 Uhr vorgesehen) vereinbaren wir, uns zu melden, wenn wir in Ockenheim ankommen.
So klappt die Gasprüfung um 14 Uhr, zum Glück dann gerade mal bei einer Regenpause. Den Rest des Tages wird es immer wieder nass von oben, zum Gück habe ich gestern den Omnia mit einem Gyros-Metaxa-Auflauf gefüllt, so müssen wir nicht mehr aussteigen und können ganz gemütlich im Camper essen.
Donnerstag, 22. Oktober 2026
Morgens haben wir wie durch ein Wunder blauen Himmel und Sonnenschein. So haben wir uns das gewünscht. Da es noch sehr kalt ist, räumen wir gaaanz langsam die Fahrräder aus. Erstaunlicherweise ist der Campingplatz „Metzis Panoramablick“ fast voll belegt. Der Platz ist mit der Aussicht über die Weinberge aber auch wirklich schön. Die Radtour führt uns durch kleine Gassen und sehr viele Weinberge. Nach etwa 8 km geht es richtig hoch über einen Bergrücken, manchmal mit Rückenwind aber leider auch oft mit Gegenwind. Dank des Sonnenscheins leuchtet das Laub richtig bunt, es ist eben Herbst.
Durch ein Tal führt der Radweg parallel zu einem Gebirgszug Richtung „Rhein“. In Gau Algesheim sehen wir dann Schilder zur Therme „Rheinwelle“, die wir bei dem für morgen vorhergesagten Wetter gerne besuchen möchten. Das Wetter sieht heute noch gut aus und so radeln wir zur Therme, um uns das Umfeld mal anzusehen und das sieht für morgen gut aus. Zurück am Camper kündigt sich der heutige Regen an. Also gibt es Sauerbraten mit Salat, wir müssen nicht mehr raus.
Freitag, 23. Oktober 2026
Nach dem nächtlichen Regen ist die Entscheidung für die Therme genau richtig. Also starten wir ganz in Ruhe zum Ent- und Versorgen, dann geht es die 5 km bis zur „Rheinwelle“. Der Parkplatz ist kostenfrei und riesig groß und da wir noch vor 10 Uhr eintreffen, haben wir die freie Auswahl an Plätzen. Ab 10 Minuten vor 10 Uhr wächst allmählich die Schlange derer, die ins Bad wollen, aber die Tür öffnet sich ganz pünktlich. Wenigstens regnet es nicht während der Wartezeit. Man hat die Wahl zwischen der Saunawelt und dem Bad. Wir entscheiden uns für eine Tageskarte in der Saunawelt, mit dem Ticket kann man auch ins Bad gelangen. Die Saunalandschaft ist sehr gut angelegt, es gibt im Gebäude nur 3 Saunen, aber draußen mindestens 6 bis 7 unterschiedlichste Saunen. Dazwischen einen herrlichen Park mit vielen Ruhezonen. Das gefällt uns sehr gut. Das Thermalbad ist nicht so warm wie erhofft und ist mehr ein Spaßbad für Kinder. Wie wir später erfahren, wird im kommenden Jahr der Solebereich neu gestaltet. Einziger Wermutstropfen – es gibt keine Möglichkeit, sich die Haare zu föhnen.
Dann starten wir nach Kastellaun. Keine Staus, nur wenig Baustellen, so kommen wir gegen 14 Uhr in der „Burgstadt“ an, richten uns ein und sind um 15 Uhr zur Einführungsrunde im Seminarraum. Man erkennt doch einige Teilnehmer wieder, bei „Mir“ gibt es einen sehr stabilen Mitfahrerkreis, und wie wir erfahren, sehr viele „Wiederholungstäter“, die einige Touren auch mehrmals mitfahren. Abends treffen sich fast alle im Restaurant und wir essen mal wieder ausgezeichnet.
Samstag, 24. Oktober 2026
Vormittags wird über sehr viele allgemeine Themen gesprochen, das haben wir bereits mehrfach hinter uns. Eigentlich wollten wir eine Radtour machen, aber das Wetter ist nun gar nicht dafür geeignet. Es wird immer windiger und steigert sich zum Sturm. Ich mache einen kleinen Spaziergang durch Kastellaun – solange es noch nicht regnet!
Am Nachmittag werden die einzelnen Reisen des nächsten Jahres vorgestellt. Wir hören uns alles Wissenswerte über die „Paris-Tour zum Jahreswechsel“ an und interessieren uns auch für die Herbsttour nach London. Dann vertreiben wir uns die Zeit mit der Suche nach weiteren Thermen, die wir im Herbst besuchen können. Um 17 Uhr hören wir uns noch den Bericht über „Cornwall“ an, die Tour findet ebenfalls im Herbst statt und ließe sich mit London verbinden. Klingt auch sehr interessant. Mal sehen, ob wir die beiden Reisen noch buchen. Aber erstmal freuen wir uns wieder auf das Essen beim Griechen.
Sonntag, 25. Oktober 2026
In der Nacht hat es ohne Unterbrechung geregnet und gestürmt. Das wird ein scheußlicher Tag. Nach dem Frühstück sehen wir mal nach, wo sich einige der Gruppe versammelt haben. Im kleinen Aufenthaltsraum werden wir fündig und besprechen mit Sabine unsere Pläne für das kommende Jahr. Das Nachtreffen der Tour „Rhein in Flammen“ beginnt erst um 15:30 Uhr und so haben wir bei einer Regenpause Zeit für eine kleine Wanderung.
Hinter dem Hotel im Wald gibt es schöne Wanderwege, dann sehen wir einen Flowtrail für Mountainbikes, heute ist nicht das richtige Wetter dafür, da macht es nichts, wenn wir zu Fuß dort entlanglaufen. Der Weg ist sehr schön angelegt, allerdings haben die Stürme und Regenfälle der letzten Tage dem Gelände nicht gut getan. Dann kommen wir zu einem Klettergarten, ebenfalls sehr aufwendig angelegt. In einer kleinen Hütte sitzt sogar ein Mitarbeiter und erhofft sich ein paar Besucher. Nach einem kurzen Schwatz gehen wir weiter an einem Barfußpfad entlang. Im Sommer ist hier bestimmt eine Menge los.
Zurück auf dem Campingplatz kommen wir gerade richtig zum Glühwein. Sabine hat morgens noch Kuchen besorgt. Da das Wetter wirklich nicht schön ist, quetschen sich alle in den kleinen Raum. Dank der vielen Leute wird es auch warm und dann prasselt ein Hagelschauer gegen die Scheiben. Die Luft wird dünn, das Stimmengewirr zu laut, so verabschieden wir uns für den Abend in den Camper und machen es uns gemütlich.
Montag, 26. Oktober 2026
Es gibt blauen Himmel und Sonnenschein, so haben wir uns das schon die ganze Zeit gewünscht. Heute bietet Sabine eine Stadtführung durch Kastellaun an. Die haben wir im letzten Herbst bereits erlebt und so setzen wir uns lieber auf die Fahrräder und starten über den „Schinderhannes“-Radweg Richtung Pfalzfeld.
Über viele Felder und durch einige Wälder führt die Tour in ein wunderschönes Tal mit Fischweihern und einem kleinen Bach. Die Strecke sind wir bereits einige Male gefahren, aber sie ist so schön, dass wir uns bereits darauf gefreut haben. In Kastellaun treffen wir sogar auf die Gruppe mit der Stadtführung. Zurück am Camper freuen wir uns auf eine heiße Dusche, die Fahrräder werden aufgeladen und verstaut und heute Abend geht es nochmal zum Griechen, eigentlich heute Ruhetag aber für die „Mir“-Gruppe wird mal eine Ausnahme gemacht.
Dienstag, 27. Oktober 2026
Morgens erwacht der Campingplatz langsam, es macht sich Aufbruchstimmung breit. Wir sind früh fertig und verabschieden uns noch von Norbert und Swen, der die allgemeine Abreise beobachtet. Noch schnell zum „Aldi“ zum Getränkeeinkauf, dann geht es los Richtung Bad Ems. Wir wollen noch tanken, natürlich am Vormittag, weil um 12 Uhr mal wieder die Preise in die Höhe steigen. Seltsamerweise gibt es im „Hunsrück“ nur wenig Tankstellen und die kurz vor der Autobahn ist uns zu teuer. Wir werden wohl noch woanders fündig. Bei Koblenz überqueren wir den „Rhein“ und stellen fest, dass der Fluss nicht mehr ganz so trocken aussieht. Im „Lahntal“ können wir auch tanken, dann suchen wir die Einfahrt zum Stellplatz am Hafen. Es ist nur ein schmaler Weg, aber der Platz dahinter ist ideal. Die Pächterin ist sehr freundlich und hilfsbereit, wir können uns hinstellen, wo wir wollen. Gegen Abend sind fast alle Plätze belegt, aber wir haben einen Platz direkt am Seitenarm der „Lahn“.
Das Wetter sieht recht gut aus, da siegt bei uns der Bewegungsdrang. Wir fahren durch Bad Ems, sehen uns die Therme an und fahren dann etwa 8 km den Berg hinauf, teilweise ziemlich steil. Durch die Einsamkeit des Westerwaldes geht es dann irgendwann auch steil Berg ab. Die Bremsen sind sehr gefordert. Dann machen wir es uns im Camper gemütlich, denn der Nachteil am „Lahntal“ ist die Steilheit der Hügel herum, es wird früh schattig.