Donnerstag, 29. Januar 2026, Fährfahrt nach Fuerteventura, Vega de Rio Palmas
Entgegen der schlechten Vorhersage kommen wir schnell bis zum Fährhafen durch. Die Überfahrt ist mit 2 Stunden nicht sehr lang und das Meer ist ruhig. Auf „Fuerteventura“ angekommen geht die Fahrt erstmal an der Touristenmeile von Costa Calma entlang. Wir steuern als erstes die Entsorgungsstation an, Frischwasser gibt es nicht und die Löcher im Boden sind ziemlich scheußlich. Danach haben wir keine Lust mehr auf großartige Besichtigungen und fahren den Parkplatz in Vega de Rio Palmas an. Die letzten Kilometer geht es über einen hohen Pass mit herrlichen Ausblicken.
Einziges Manko, die Straße ist sehr schmal und uns kommt ein Reisebus entgegen. Irgendwie kommen wir aneinander vorbei. Dann sehen wir bereits unser Ziel, mal wieder ein hässlicher Schotterplatz ohne jeden Charme. Morgen wollen wir gemeinsam durch die Schlucht, die wir schon von 2019 kennen, wandern und anschließend essen gehen.
Freitag, 30. Januar 2026, Wanderung
Das Wetter spielt mit, die Sonne kommt raus. Wir laufen Richtung Schlucht mit dem „geplanten“ Stausee und entsprechender Staumauer. Nun wird deutlich, dass es sehr viel in der letzten Zeit geregnet hat. Auf dem ersten Kilometer im Gelände müssen wir sogar über richtig fließende Bäche gehen und die Landschaft ist herrlich grün. Hier turnen auch wieder, wie auf der Hinfahrt am Pass, jede Menge Hörnchen rum. Die Tiere sind so zutraulich, dass sie einem fast die Banane aus der Hand fressen.
Wir kehren um, als es zu steil wird und machen uns für das Essen frisch. Das Restaurant ist sehr schön eingerichtet und beherbergt eine Bildergalerie einer deutschen Künstlerin. Die Bilder gefallen uns so gut, dass wir uns eins aussuchen.
Nach dem Essen klären wir mit dem Wirt, wie das Bild transportiert werden kann. Aber erst mal werden die leckeren Schweinebäckchen und der Lachs gegessen. So ein Spitzenlokal im absoluten Hinterland ist schon eine Überraschung.
Nachmittags spreche ich nochmal mit dem Wirt, er hat Kontakt mit der Künstlerin aufgenommen und sie wird uns das Bild entsprechend gut verpackt am Dienstag nach El Cotillo bringen. Wir freuen uns.
Samstag, 31. Januar 2026, Fahrt nach Gran Tarajal
Am Morgen hängen dicke Wolken in den Bergen. Wir starten in Richtung Betancuria. Dort angekommen ist alles nebelig von Wolken. Da brauchen wir nicht auszusteigen, also weiter Richtung Entsorgung. In Antigua ist die Entsorgung auch nicht wirklich schön, aber wir sind den Dreck losgeworden. Dann fahren wir weiter zur Küste nach Gran Tarajal und stehen auf einem Küstenparkplatz, ruhig für die Nacht.
Die Fahrräder werden ausgeladen, denn von hier aus ist es nicht weit bis zum Leuchtturm La Entallada. Die Stichstraße ist etwa 6 km lang und der letzte Kilometer ist recht steil und kurvig. Aber der Ausblick entschädigt für die Mühe. Abwärts sehen wir uns noch den Golfort Las Playitas an, sehr nobel mit langer Strandpromenade. Zurück in Gran Tarajal essen wir beim Italiener und genießen anschließend den Abend mit Blick aufs Meer.
Sonntag, 01. Februar 2026, Fahrt nach El Cotillo
In Puerto de Rosario soll es Ver- und Entsorgung mit Frischwasser geben, also los. An 2 gegenüber liegenden Tankstellen gibt es einmal Frischwasser, sogar kostenlos, an der anderen Tankstelle kann man die Toilette entleeren, Grauwasser geht zur Zeit nicht, das ist nicht so schlimm. Wir haben im Internet einen Campingplatz mit Strom etc. in der Nähe von Corralejo gefunden, den fahren wir jetzt an. Er liegt hinter einer Tankstelle, ist voll ausgestattet, aber leider geschlossen, wie wir schon häufig erlebt haben. Das einzig Gute an diesem Platz ist ein Waschplatz für Camper. Das ist jetzt dringend nötig. Danach fahren wir weiter auf den geplanten Parkplatz bei El Cotillo.
Das Wetter ist wunderbar warm und sonnig und so verbringen wir den Rest des Tages mit Entspannung, Bummel durch den Ort und sehr gutem Essen. Den schönen Sonnenuntergang und aufgehenden Vollmond gibt es umsonst.
Montag, 02. Februar 2026, Radtour an der Küste entlang
Leider ist das Wetter nicht sehr schön, aber es ist wenigstens trocken. Wir fahren in Richtung Leuchtturm Faro de Toston. Bis dahin ist die Straße inzwischen gut asphaltiert. Danach beginnt die Schotter-, Waschbrett- und Sandpiste, wie wir sie von 2019 in Erinnerung hatten.
Erstaunliche viele Autos fahren hier entlang, alles Surfer, die sich die Wellen ansehen und dann entscheiden, wo sie ins Wasser steigen. Die Landschaft ist ähnlich wie auf „Lanzarote“, viele Lavafelsen und Sanddünen. Nach gut 15 km erreichen wir den Ort Majanicho.
Eine gute Straße führt uns fast 10 km lang wieder ins Inselinnere, schnurgerade und sehr langweilig. In Lajares kehren wir in ein Schickimicki-Café ein, denn es fängt gerade zu regnen an. In diesem Ort stehen jede Menge Villen vom Feinsten. Es tröpfelt nur noch, also weiter, es ist ja nicht mehr weit. Am Nachmittag regnet es noch ein paar Mal und es ist stürmisch, so schnell wechselt hier das Wetter.
Dienstag, 03. Februar 2026, Entspannung
Morgens ist es noch trübe, aber im Laufe des Nachmittags wird es schön. Um 13 Uhr kommt Monika und bringt uns das gekaufte Bild gut verpackt vorbei. So bekommen wir es heile nach Hause. Dann bummeln wir noch etwas durch El Cotillo und genießen den kleinen Fischerort.
Dann tut sich etwas direkt vor unserem Camper. Ein Fototeam taucht auf, eine hübsche schlanke Frau posiert mit Brautmoden. Die langen weißen Kleider machen sich vor den Wellen und den dunklen Felsen hervorragend. So haben wir für diesen Abend beste Unterhaltung bis zum Sonnenuntergang.
Mittwoch, 04. Februar 2026, Fährfahrt nach Lanzarote, Quemara
Die Fähre startet früh, wir werden ganz vorne auf das Schiff gelotst. Die Vorderräder werden verkeilt, es könnte eine etwas wackelige Überfahrt werden, und so ist es auch. Da wir die vielen Highlights von „Lanzarote“ bereits kennen, sparen wir uns das angebotene Programm des Massentourismus und folgen einem Tipp von Astrid und Thorsten. In Quemara soll es ein sehr gutes Restaurant geben. Vom Fährhafen aus fahren wir abseits der großen Straße zunächst nach Femes, für uns einer der schönsten Orte auf „Lanzarote“ – ohne Eintritt! Der Blick von hier aus ist wunderbar und die paar Gassen um der Mirador gefallen uns immer wieder.
Auf dem Weg nach Quemara leuchten uns blaue Blumen entgegen. Auf einem riesigen Feld blühen die kleinen Gewächse und viele Leute laufen ganz überwältigt durch die Wiesen.
Quemara ist nicht groß, aber idyllisch und hier haben wir in der nächsten Nacht bestimmt Ruhe. Wir suchen das Restaurant „Salmarina“ auf und essen sehr gut. Und morgen fahren wir Richtung Inselzentrum.
Donnerstag, 05. Februar 2026, Fahrt nach San Bartolomé
Auch den Ort kennen wir noch nicht und fahren Richtung Parkplatz am Theater. Was soll man sagen, der Parkplatz ist vorhanden, aber abgesperrt. Zum Glück finden wir in den umliegenden Gassen einen Platz. Das Theater und die Kirche sind nett, ein schöner Platz davor ist die Sehenswürdigkeit des Ortes.
Laut Internet gibt es in diesem Ort etwa 5 Friseure, also probiere ich mein Glück. 3 der Läden sind nur für Herren vorgesehen, die Damenfriseure haben alle geschlossen. Frauen binden sich hier eben einen Knoten und das war’s. Dann nehmen wir ein Bagett und Kaffee zu uns und fahren zur Entsorgung. Wenigstens die ist offen. An der Nordküste der Insel ist der Ort La Santa, den wir auch noch nicht kennen. Es ist alles nicht weit und so finden wir einen leeren Parkplatz, ideal für 5 bis 10 Camper direkt am Meer. Bis zum Ort mit einigen Lokalen sind es nur 200 Meter, das ist doch ideal. Wir fahren mit den Rädern Richtung der Halbinsel, die an dem Clubgelände La Santa liegt. Hier gibt es noch mehr Parkmöglichkeiten, allerdings alles auf Schotterpisten. Offensichtlich sind in dem Club jede Menge Sportler untergebracht, die Rennradgruppen starten von hier aus über die Insel. Wir genießen die Brandung vor unserem Camper und gehen abends in den Ort und an der Uferpromenade entlang. Auch hier gibt es ein Restaurant „Salmarina“ mit der gleichen Speisekarte wie in Quemara, da fällt uns die Wahl nicht schwer.
Freitag, 06. Februar 2026, Fahrt nach Mancha Blanca
Nun gehen uns langsam die Ideen für neue Ziele aus, außerdem ist heute Abend Meeting auf dem Parkplatz in Mancha Blanca. Wir haben eine Mühle entdeckt, die sehr schön restauriert ist. Eine Besichtigung lohnt sich, nimmt aber nicht viel Zeit in Anspruch.
Nur 3 km weiter ist ein kleiner Supermarkt, dort kaufen wir alles, was knapp geworden ist. Auf geht es zum Parkplatz hinter der „Ermita de Los Dolores“. Auf einem Parkplatz davor stehen bereits die TUI-Busse, Transport der Leute zum Essen in der Schänke neben der Sehenswürdigkeit.
Auf dem Parkplatz etwas abseits der Straße steht bereits ein Camper der Gruppe, allerdings verweist, die Beiden sind mit dem Fahrrad auf der Insel unterwegs. Der Platz hat so viel Charme, dass wir sofort nach einem Ziel suchen, wo wir den Nachmittag noch verbringen können und wir werden fündig. Direkt neben dem Naturschutzgebiet „Timanfaya“ gibt es einen Ort ohne jeden Tourismus, Tamazar besteht aus nur wenigen Häusern, hat aber einen Bouleplatz direkt am Meer. Hier ist die Brandung so heftig, dass man ständig darauf wartet, wann das Wasser bis zu einem spritzt.
In einer kleinen schwarzen Badebucht kann man sogar in den Felsen Olivine entdecken. Wir genießen bei der Rückfahrt nach Mancha Blanca die Straße, die durch das Lavagebiet von „Timanfaya“ führt. Hier kann man die Landschaft im eigenen Wagen bestaunen, nicht im Bus mit grässlicher Musik. Wir sind mal wieder von der Insel fasziniert. Abends wird der Grillplatz bei „Dolores“ geöffnet die Informationen für den letzten Tag auf „Lanzarote“ bekannt gegeben.
Samstag, 07. Februar 2026, Fahrt nach Arrecife
Auf zur Entsorgung, leider ist der WC-Reinigungsautomat außer Betrieb. Zum Glück gibt es noch eine Entsorgung bei Arrecife, also steuern wir die an und nutzen den Platz auch noch zur Autoreinigung. Wir haben uns einen Parkplatz direkt am Hafen gesucht und der ist groß und sogar kostenlos. Von hier aus sind wir in ein paar Minuten an der Strandpromenade, wo heute der hiesige Karneval eröffnet wird.
Bei herrlichem Sommerwetter laufen Familien komplett verkleidet in Richtung Kirche, denn dort sind Bühnen aufgebaut. Man hört viel Sambarhythmen, das Jungvolk tanzt ausgelassen, die Menschen sind fröhlich. In den Seitengassen sind einige Sanitärautos aufgebaut, damit man schnell versorgt wird, wenn es zu bunt wird. Heute Abend ist hier sicher „high life“.
Um 18:30 Uhr treffen wir uns vor dem kleinen Castello zum Abschiedsessen. Bei „San José Castle“ wird hervorragend aufgetischt, das Restaurant ist natürlich auch von „Cesar Manrique“ gestaltet worden, entsprechend edel ist es hier, ein würdiger Abschluss für diese Reise.
Um 22 Uhr fährt das erste Mal ein Camperkonvoi zum Hafen, wir verabschieden uns von Petra und Frank, denn die beiden wollen die Insel noch ein paar Tage erkunden. Unser Camper ist der letzte auf der Fähre und steht sehr schräg auf der Rampe. Da werden wir übermorgen wohl rückwärts herunterfahren müssen. Noch schnell an der Fährrezeption einchecken, die Fähre ist alt und nicht schön und die Kabinen sind sehr spartanisch. Egal, es ist ja nicht für lange Zeit.
Sonntag, 08. Februar 2026, Fahrtfahrt nach Cadiz
Wir werden in den Schlaf geschaukelt. Morgens „genießen“ wir eine Dusche mit Haarwäsche, soweit man bei dieser Nasszelle von Genuss sprechen kann. Das Frühstück ist mehr als dürftig. Da wir uns nicht viel bewegen können, brauchen wir auch nicht viel zu essen. Das Gleiche gilt für das Mittag- und das Abendessen. Dann gibt es noch einen Absacker an der Bar mit fast allen Tourmitgliedern. Die Verabschiedung ist laut und fröhlich. Dann ab ins Bett, denn nach Auskunft der Crew soll das Schiff nicht wie ursprünglich geplant um 9 Uhr sondern schon um 7 Uhr in Cadiz ankommen.
Montag, 09. Februar 2026, von Cadiz nach El Rocio
Wir stehen ganz vorne auf der Rampe und müssen als erste rückwärts hinausfahren. Die Ausfahrt aus dem Hafen ist chaotisch wie meistens. Nach Sichtung der Wettervorhersagen entscheiden wir, in Richtung Portugal zu fahren, denn Andalusien soll unter Wasser sein. Wir sehen auf der Fahrt die Überschwemmungsgebiete um Sevilla herum.
Nach 2 Stunden erreichen wir den bekannten Campingplatz in „El Rocio“. Auch hier sind rund um den Platz riesige Pfützen. Ich habe noch etwas Bewegungsdrang und spazieren zu der Wallfahrtskirche im Ort. Es ist ein Slalomlauf um ganze Teiche auf den Wegen. Der Ort ist ausgestorben, einige wenige Autos bahnen sich den Weg, immer noch durch lockeren Sand. Da es nieselt, bin ich nicht sehr lange unterwegs und abends gehen wir ins Restaurant zum Essen. Wir sind die einzigen Gäste und da es kühl ist, wird sogar der Heizofen für uns angemacht.
Dienstag, 10. Februar 2026, Radtour durch El Rocio
Die Räder werden ausgeladen und erstmal an den Strom gehängt, wir haben endlich mal Landstrom. Um 11 Uhr starten wir in Richtung Meer, aber die Straße ist sehr stark befahren und wir haben nach etwa 6 km die Nase voll. Also wenden und in Richtung El Rocio fahren, vielleicht lässt sich bei der Feuchtigkeit der Sand mit dem Fahrrad ertragen. Zur Kirche geht es noch, dann kurven wir um den Ort herum. Dieses Mal stört uns nicht der lockere Sand sondern eher die riesigen Teiche. Ab und zu muss man durch’s Wasser fahren und zum Schluss sind ein paar Pfützen so tief, dass ich nasse Füße bekomme. Es reicht, morgen fahren wir weiter!
Mittwoch, 11. Februar 2026, Fahrt nach Vila do Bispo
Es nieselt, aber wir können gerade noch im Trockenen den Camper fertig versorgen. Richtung Portugal stellen wir fest, dass in Spanien viele Schlaglöcher auf der Straße sind. Als wir nach „Portugal“ wechseln, sind die Straßen deutlich besser.
Nach etwa 280 km erreichen wir den Ort Vila do Bispo. Direkt hinter dem „Lidl“ ist ein kleiner gepflegter WoMo-Stellplatz. Es gibt Strom und alles, was man zum Ver- und Entsorgen braucht. So einen Platz hätten wir uns auf den Kanaren gewünscht. Wir folgen dem Tipp der Rezeptionisten und gehen zur Kirche in das Lokal „Marujo“, Es gibt einen herrlichen Oktupus mit Gemüse, sehr lecker. Morgen können wir hoffentlich auch eine kleine Radtour unternehmen.
Donnerstag, 12. Februar 2026, Tour nach Sagres
Es scheint sogar etwas die Sonne, wie schön! Aus dem Ort hinaus beginnen wir mit Schlamm und Schotterpiste. Aber es ist eine einsame Hochebene und man kann die vielen gelben und weißen Blümchen genießen – wenn man nicht auf die Schotterpiste achten muss. Nach 6 km ist der Weg asphaltiert. Dann erreichen wir die Küste und fahren ein Stück in Richtung Leuchtturm.
Da wir dem Wetter nicht wirklich trauen, fahren wir Richtung Sagres und biegen dann ab in Richtung Vila do Bispo. Leider haben wir den Einstieg in die alte Straße verpasst, so müssen wir auf der doch stärker befahrenen Hauptstraße weiterfahren. Das Wetter hält sich noch eine Weile, so können wir die Fahrräder noch nachladen, denn wer weiß schon, wann wir das nächste Mal fahren können. Abends kochen wir im Omnia Gemüse mit Lachs, nach dem gestrigen Essen ist das mal leicht bekömmlich.
Freitag, 13. Februar 2026, Fahrt nach Porto Covo
Es ist stürmisch und grau. Wir verlassen Vila do Bispo in Richtung Norden und fahren auf einer kleinen Küstenstraße durch das „Alentejo“. Leicht hügelig sehen wir viele Blumen am Straßenrand und riesige Wasserflächen auf den Wiesen. Überall fließen Bäche, das kennt man nicht von Portugal. In Porto Covo angekommen suchen wir uns einen Platz zwischen Bäumen aus und hoffen, dass wir etwas windgeschützt stehen. Ich mache noch einen kleinen Rundgang durch den Ort bis es wieder zu regnen anfängt.
Zum Glück haben wir noch den Gemüsetopf mit Lachs, so können wir im Camper bleiben.
Samstag, 14. Februar 2026, Radtour um Porto Covo
In der Nacht hat es wieder gestürmt und geregnet, auch Hagel war dabei. Aber morgens scheint die Sonne und es ist nur noch windig! Wir fahren auf der Küstenstraße Richtung Norden und ignorieren den Hinweis, dass die Straße eine Sackgasse ist. Nach 6 km wissen wir den Hinweis zu schätzen, eine Brücke ist weggerissen und die Schlucht ist zu tief, um mit dem Fahrrad dort irgendwie durchzuschieben. Also drehen wir um und werden uns Porto Covo etwas genauer ansehen.
Auf dem Rückweg haben wir sogar ordentlich Rückenwind, auch mal ganz angenehm. Wir genießen noch die herrlich warmen Duschen auf diesem Campingplatz und richten uns auf die morgige Weiterfahrt ein.
Sonntag, 15. Februar 2026, Fahrt nach Pedro de Moel
Wir verabschieden uns von dem schönen Campingplatz in Porto Covo und fahren Richtung Norden. Das Wetter ist wieder unbeständig, es regnet zwischendurch auch mal. Dann nähern wir uns dem ersten möglichen Ziel in Foz. Über viele Kilometer sehen wir nur umgeknickte und entwurzelte Bäume, es ist ein Bild der Verwüstung zwischen den vielen Überschwemmungen.
Der Campingplatz ist geschlossen, weil man die vielen Bäume wegräumen muss. Also nehmen wir uns Campingplatz an der Küste vor. Während der ganzen Strecke verlässt uns der Glaube, dass wir heute noch einen schönen Platz finden werden. Auch in Pedro de Moel sind die Plätze geschlossen, so fahren wir einfach in das „Zentrum“ des Ortes. Wir finden gerade noch einen Parkplatz, auf dem man halbwegs eben stehen kann, sehen uns den Ort an und finden wenigstens ein Restaurant für heute Abend. Auf dem Parkplatz ist ein ständiges Kommen und Gehen, die Menschen laufen zum Hauptplatz, dort gibt es eine Bude mit Popcorn. Der Umsatz ist gigantisch. Aber wir bekommen heute Abend eine sehr leckere Dorade und werden sicher eine ruhige Nacht verbringen, denn die Popcornbude schließt ja irgendwann.
Montag, 16. Februar 2026, Fahrt nach Vagueira
Richtung Porto sehen die Wälder wieder etwas besser aus, es gibt zwar viele Überschwemmungen aber nicht so viel Holzbruch. Wir fahren auf den „Orbitur“-Campingplatz in Vagueira. Es regnet jedenfalls nicht und wir hoffen darauf, dass es auch morgen trocken bleibt, denn wir möchten hier gerne nochmal eine Radtour machen. Heute Abend kochen wir erstmal im Camper und sehen ein paar Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen.
Dienstag, 17. Februar 2026, Radtour nach Porto Nova
Es sind am Himmel ein paar blaue Flecken zu sehen, also Räder raus. Es gibt hier erstaunlich viele gute Radwege und da wir im November hier schon einmal waren, fahren wir wieder in das Dorf, das uns so gut gefallen hat. Bei Sonnenschein sehen die bunten Häuser eindeutig schöner aus, aber es regnet nicht, was will man mehr.
Auf der anderen Seite des „Canal de Mira“ trauen wir uns, wieder den Radweg zu nehmen und werden belohnt, es gibt keine Überschwemmungen. Zurück auf dem Campingplatz wird schnell geduscht und dann gehen wir zum Restaurant. Es ist ja nicht weit und es sah geöffnet aus. Dort angekommen steht der Wirt vor dem Lokal und winkt gleich ab. Es gibt ein technisches Problem und bleibt deshalb heute geschlossen. Dann eben nicht, wir kochen wieder selbst.
Mittwoch, 18. Februar 2026, Vila Nova de Gaia
Bei regnerischem Wetter machen wir uns auf den Weg Richtung Porto. Wir haben uns einen „Orbitur“-Campingplatz ausgesucht in der Hoffnung, dass er so gut ist wie der letzte. Wir fahren viel über die Autobahn und sind schnell in Vila Nova de Gaia. Der Ort entpuppt sich als sehr touristisch, viele Ferienhäuser und an der Küste ein Lokal nach dem nächsten. Der Campingplatz ist eigentlich nach unserem Geschmack, nicht sehr groß und nah zur Küste. Leider gab es hier einen Wasserrohrbruch, so dass man zwar die Toiletten benutzen kann aber weder Duschen, noch Spülen oder Waschen. Egal, wir haben ja einen Camper. Bei einem Spaziergang an der Küste entlang begutachten wir die Restaurants.
Da ist nichts Bodenständiges dabei und so werden wir lieber selbst kochen. Aber wir finden einen Friseur und der ist auch bereit, meine Haare wieder in eine Frisur zu verwandeln, endlich! Der Wetterbericht für morgen sieht deutlich besser aus, lassen wir uns überraschen.
Donnerstag, 19. Februar 2026, Radtour nach Porto
Tatsächlich scheint die Sonne, also Räder satteln und los. Wir radeln von der Küste weg den Berg hinauf und dann stören uns diverse Baustellen kurz vor Porto. Wir folgen der Umleitung, die uns aber auf die Schnellstraße führen würde. Also biegen wir ab und landen in der nächsten Baustelle. Von da an fahren wir ständig verkehrt durch Einbahnstraßen, schieben hin und wieder mal und sind froh, als wir endlich den Fluss sehen. Wir werden uns eine Rundtour durch Porto ersparen, denn die vielen Einbahnstraßen gehen uns auf die Nerven. Also nehmen wir den Uferweg in Richtung Campingplatz zurück, da kann man wenigstens entspannt fahren.
Beim Kaffeetrinken lernen wir ein portugiesisches Paar kennen und erhalten den Tipp für unser nächstes Ziel in den Bergen des Hinterlandes. Das werden wir morgen in Angriff nehmen. Das Restaurant am Campingplatz ist wieder geschlossen, da kochen wir eben wieder selber.
Freitag, 20. Februar 2026, Fahrt nach Mogadouro
Hier in Vila Nova de Gaia gibt es für uns nichts Neues, so fahren wir ins Hinterland. Bei Sonnenschein umfahren wir Porto großzügig. Dann erleben wir sehr abwechslungsreiche Landschaften, teilweise mit großen Felsen, schöne Schluchten und Stauseen.
Unser Campingplatz liegt auf etwa 700 Meter Höhe am Rande des Ortes. Wir sind der einzige Gast auf einem sehr gepflegten Platz mit einem richtig warmen Sanitärgebäude, sensationell. Die Burg oberhalb des Platzes lockt mich, aber es geht wirklich brutal steil zur Ruine hinauf. Man hat von hier oben einen herrlichen Rundumblick. Abends gehen wir in das empfohlene Lokal im Zentrum und sind auch hier begeistert, leckeres Essen, gemütliche Atmosphäre und freundlicher Wirt.
Samstag, 21. Februar 2026, Radtour durch das Mandelland um Mogadouro
Das Wetter ist herrlich, wir trauen uns auf eine lange und anstrengende Radtour. Aber zuerst erklimmen wir mit dem Rad die Burgruine. Hier ist wirklich der alte Stadtkern mit verwinkelten Gassen.
Dann geht es Berg ab und wir sehen links und rechts riesige Hänge mit Mandelbäumen. Leider dauert es noch etwa 1 bis 2 Wochen, bis diese Bäume in voller Blüte stehen, das muss wunderbar aussehen! Es geht ständig rauf und runter, wir überqueren einen kleinen Fluss und dann wieder hinauf. Die Landschaft begeistert uns, hier wollen wir sicher nochmal radeln.
Sonntag, 22. Februar 2026, noch eine Radtour um Mogadouro
Es ist sogar noch etwas wärmer als gestern. Wir wollen zu einem Aussichtspunkt fahren, aber die vielen freilaufenden Hunde gehen uns auf die Nerven und so wollen wir nicht auch noch Feldwege fahren. Kurz entschlossen drehen wir eine Runde in Richtung der Mandelhaine. Dank der guten Fernsicht sehen wir im Hintergrund schneebedeckte Berge. Dann nehmen wir eine kleine Straße quer durch’s Land wieder ohne Verkehr. Das letzte Stück zur Landstraße hinauf ist sehr steil, zum Glück haben wir E-Bikes. Heute Abend gehen wir nochmal in die Tapas-Bar zum Essen.
Montag, 23. Februar 2026, Fahrt nach Tordesillas
Wir verabschieden uns von Mogadouro und sind erstaunt über den Preis, den wir auf diesem schönen Campingplatz für 3 Tage zahlen müssen, es sind nur 22 €! Nach Einkauf und Tanken geht die Fahrt immer Richtung Osten. Die Landschaft ist etwas langweilig, eine Hochebene hin und wieder mit großen Felsbrocken übersäht. Dann kommt die Grenze nach „Spanien“ und wir erleben das „Douro“-Tal mit einer gigantischen Schlucht. Miranda de Douro müssen wir uns vormerken, denn dieses Tal ist wunderschön.
In Spanien geht die etwas langweilige Hochebene weiter. Wir fahren Zamora an in der Hoffnung, einen Parkplatz zu ergattern, Fehlanzeige, alle Plätze sind voll. Also nehmen wir den Campingplatz in Tordesillas in Angriff und hoffen, dass der „Douro“ in seinem Bett bleibt, denn in den Senken steht häufig Wasser vom vielen Regen der letzten Wochen. Der Campingplatz liegt zum Glück hoch genug. Morgen wollen wir die Umgebung erkunden. Heute Abend genießen wir erstmal ein gutes Essen im Campingplatz-Restaurant.
Dienstag, 24. Februar 2026, Radtour um Tordesillas
Da wollen wir mal sehen, was hier die Umgebung zu bieten hat. Im Ort geht es erstmal steil hinauf, und das bei Kopfsteinpflaster. Dann haben wir den Ort hinter uns und es geht durch eine langweilige Gegend. Aber am Horizont tauchen ein paar Hügel auf, die wir natürlich auch erklimmen. Die Abfahrt zum Fluss geht schnell, dann fahren wir am Fluss entlang auf Sand- und Schotterwegen. Hier sieht man wieder, wieviel es in der letzten Zeit geregnet hat. In einem kleinen Örtchen hat sich ein Künstler mit schwangeren Statuen ausgetobt und dann wird der „Douro“ mal wieder richtig wild.
Zurück in Tordesillas trinken wir einen Kaffee und besichtigen die verwinkelte Altstadt. Viele Häuser haben schon bessere Zeiten erlebt. Heute Abend essen wir nochmal in dem guten Restaurant und morgen geht die Fahrt weiter.
Mittwoch, 25. Februar 2026, Fahrt nach Burgos
Es hat sich etwas eingetrübt, aber noch regnet es nicht. In dem Ort Medina del Campo soll es ein riesiges Castell geben, das wollen wir uns ansehen. Nach 25 km stehen wir auf dem großen Parkplatz vor dem „Castillo de la Mota“ und staunen über die gigantischen Backsteinmauern. Dummerweise gibt es erst ab 11 Uhr am Info-Zentrum etwas Näheres über dieses Bauwerk. Aber wir finden eine nicht verschlossene Tür und können wenigstens einige der Räume ansehen, natürlich auch die Kapelle. Wenigstens sind um diese Uhrzeit noch keine Besucher da.
Wir sind schnell auf guten Straßen und Autobahnen und erreichen um 13 Uhr Burgos. Den Campingplatz kennen wir bereits und können noch die Wäsche erledigen. Abends im Restaurant nehmen wir eine herrliche Schinken-Wurst-Platte und „Bravas“. Für Morgen haben wir eine „Paella“ bestellt. Die werden wir nach der geplanten Radtour sicher auch brauchen.
Donnerstag, 26. Februar 2026, Radtour durch das Hinterland von Burgos
Morgens ist es wieder bitterkalt! Wir starten unsere Radtour erst um 11 Uhr und finden es immer noch kalt. Sommer ist es hier erst wieder ab 13 Uhr. Unsere Tour führt uns in die Hügel bis auf 900 Meter Höhe. Die Landschaft ist sehr außergewöhnlich, es gibt riesige Felder und jede Menge Windräder, mit anderen Worten, es weht ein ständiger Wind. Die Radwege sind erstklassig, je weiter man sich von Burgos entfernt, hören zwar die Radwege auf, aber die Straßen sind gut und wenig befahren. Zurück in der Stadt nehmen wir wieder die Radwege bis zum Fluss und dann ist der Campingplatz nicht zu verfehlen.
Freitag, 27. Februar 2026, Fahrt nach Urrugne
Wir verabschieden uns von Burgos und nehmen die Autobahn Richtung „Frankreich“. Hin und wieder tauchen mal blühende Bäume auf, aber es ist hier in der Höhe noch zu kalt, um schon richtig Frühling zu sein. Dann tauchen die „Pyrenäen“ auf, erstaunlicherweise sieht man gar nicht viel Schnee, aber die Schluchten, durch die wir fahren, sind sehr beeindruckend.
Gegen Mittag erreichen wir die Grenze nach „Frankreich“ und sind auch sehr schnell am Campingplatz. Wir nehmen einen Comfortplatz, zwar etwas teurer, aber dafür groß mit der kompletten Versorgung am Platz. Bei einem kleinen Spaziergang erkunden wir den riesigen Platz mit See und Schwimmbad. Auch diesen Platz möchten wir nicht voll erleben, zur Zeit ist höchstens ein Drittel in Benutzung. Heute Abend kochen wir im Camper, wir haben im „Leclerc“ leckere Kleinigkeiten gekauft. Morgen wollen wir natürlich wieder radeln.
Samsag, 28. Februar 2026, Radtour Richtung Biaritz
In der Nacht hat es geregnet und auch morgens bis 11 Uhr tröpfelt es immer mal wieder. Aber dann klart der Himmel langsam auf. Wir fahren Richtung Küste und erreichen bald Saint Jean de Luz. Den Ort hatten wir deutlich kleiner in Erinnerung, wir schlagen uns ein wenig mit den Autos rum und sind froh endlich die Stadt zu verlassen. Dann geht es an der Küste ständig auf und ab mit schönen Ausblicken auf den Atlantik. Über den „Pyrenäen“ hängen immer noch dunkle Wolken, wir trauen dem Wetter nicht und drehen um. Für heute Abend haben wir im Restaurant einen Tisch reserviert. Dann hoffen wir auf besseres Wetter für den Sonntag.
Sonntag, 01. März 2026,Radtour über die Corniche de Urrugne
Bei deutlich wärmerem Wetter als gestern radeln wir Richtung „Spanien“. Wir wundern uns wieder über die vielen steilen Anstiege, nie sehr lang aber steil. Wir wollen heute noch Wäsche waschen, deshalb machen wir nur eine kurze Tour und landen zum Schluss wieder an der Festung von Socoa. Die Sonne wärmt sehr schön und jede Menge Franzosen sind am heutigen Sonntag unterwegs. Auf dem Rückweg kommen wir noch an einem Flohmarkt vorbei. Dann bereiten wir uns auf die morgige Weiterfahrt vor.
Montag, 02. März 2026, Fahrt nach Toulouse
In der Nacht bläst ein heftiger Sturm über den Campingplatz und schüttelt ordentlich unseren Camper durch. Morgens wird es wieder windstill. Wir fahren bei blauem Himmel zum „Leclerc“, füllen den Kühlschrank wieder auf und dann geht es über die Autobahn an der Nordseite der „Pyrenäen“ entlang nach Toulouse.
Die Stadt ist recht groß und wir kommen durch einige Gewerbegebiete, wo auch der angesteuerte Campingplatz liegt. Leider müssen wir eine halbe Stunde warten, da die Rezeption erst um 14:30 Uhr öffnet. Von außen sieht der Platz nicht schön aus, drinnen ist aber alles sehr schön und gepflegt. Ganz in der Nähe ist ein großes Freizeitgelände mit Seen, Sportanlagen und für den Sommer eine Wasserskianlage. Morgen wollen wir uns Toulouse mit dem Fahrrad ansehen.
Dienstag, 03. März 2026, Radtour durch Toulouse
Leider ist das Wetter etwas trübe, aber um sich eine Großstadt anzusehen, ist das vielleicht ganz gut. 7 km geht es an einem Kanal entlang, bis wir die Brücken zur Innenstadt erreichen.
Als erstes besichtigen wir die „Basilika de la Dalbade“, von außen nicht sehr attraktiv, aber innen gibt es sehr schöne Gewölbe zu sehen.
Dann tauchen wir in die schmalen Gassen der Altstadt ein. Die Backsteinbauten dominieren das Stadtbild. Toulouse wird auch die rosa Stadt genannt, dafür müsste es allerdings Sonnenschein geben.
Dann erreichen wir den großen Platz vor dem „Capitol“. Die Fassaden rund um den Platz sind sehenswert. Weiter geht die Fahrt zur „Basilika Saint Sernin“, die sehr beeindruckend durch das hohe Kirchenschiff ist.
Wir fahren weiter und kommen zu einem großen Park, in der Mitte mit einem japanischen Garten. Wir verabschieden uns von der Innenstadt und radeln an der „Garonne“ entlang.
Um 14 Uhr erreichen wir ein Restaurant direkt am Fluss, hier essen wir hervorragend ein „Menu de jour“. Ein sehr schöner Abschluss unseres Besuchs in Toulouse, die Stadt merken wir uns für schöneres Wetter vor.
Mittwoch, 04. März 2026, Fahrt nach Narbonne
Es ist diesig, man sieht die „Pyrenäen“ nicht. Die Fahrt nach Narbonne ist nicht sehr lang und nach dem Einkauf sind wir mittags auf dem kleinen Campingplatz. Die Rezeption ist über Mittag geschlossen, aber wir suchen uns schon mal einen Platz aus und besichtigen die Anlage. Nach dem Einchecken mit der Erklärung, dass am Ende des Platzes ein Tor zum Radweg führt, räumen wir die Fahrräder aus und fahren nach Narbonne. Es sind keine 5 km, dann sind wir mittendrin. Das Rathaus mit einem schönen Platz davor sieht schon sehr schön aus und hat einen großen Innenhof. In der Mitte sitzt eine große Frauenstatue, sehr fotogen.
Durch ein paar kleine Gassen erreichen wir die Kathedrale. Ein sehr hohes dunkles Kirchenschiff, von dem ein großer Teil wegen Bauarbeiten abgetrennt ist. Also schlendern wir noch etwas durch die Gassen, kommen wieder zum Fluss und trinken noch einen Kaffee.
Zurück auf dem Campingplatz stellen wir fest, dass dieser Platz mückenverseucht ist. Deshalb duschen wir lieber im Camper, damit wir nicht total zerstochen werden. Der Blick auf die Wetterkarte sagt uns, dass es ab morgen ungemütlich wird. Also planen wir die Weiterfahrt, gut dass wir heute Narbonne angesehen haben.
Donnerstag, 05. März 2026, Fahrt nach Grane
Tatsächlich ist am Morgen der Himmel grau und die dicken Wolken rücken über die „Pyrenäen“ heran. Wir geben als erstes Ziel Avignon an, merken aber sehr bald, dass die Regenwolken uns einholen. Deshalb wird kurzerhand umdisponiert, wir fahren weiter in Richtung Valence. Sobald wir in der „Provence“ ankommen, wird der Himmel heller und es regnet nicht mehr. Etwas hügelig geht es von der Autobahn ab. Der Platz ist terrassenförmig angelegt und man hat einen schönen Blick ins Tal.
. Bei einem kleinen Rundgang durch den Ort wundere ich mich, dass selbst in so einem Nest ein kleines Amphitheater vorhanden ist. Eine große Kirche und kleine verwinkelte Gassen gibt es natürlich auch. Mal sehen, wie sich das Wetter entwickelt.
Freitag, 06. März 2026, Radtour um Grane und nach Crest
Der nächtliche Regen ist ausgeblieben, es ist zwar trübe aber trocken. Wir wollen die Hügel der „Provence“ erkunden und starten vom Campingplatz aus Richtung Süden. Die Landschaft begeistert uns mal wieder und die kleinen guten Straßen ohne viel Verkehr sind wunderbar. Hier blühen inzwischen viele Bäume und Sträucher. Dann führt der Weg steil hinunter bis ins Tal der „Drome“. Crest hat eine riesige Burg einer Festung gleich, die wollen wir uns ansehen. Wir landen in der Fußgängerzone und stellen fest, dass der Weg zur Burg hinauf fast ausschließlich über Treppen führt. Das wollen wir natürlich nicht. Mit dem Rad müssten wir gut 4 km weiter aus dem Ort hinausfahren. Da trinken wir lieber einen Kaffee, besichtigen noch schnell die düstere Kirche und radeln dann an der „Drome“ entlang zurück.
In Grane ist die Pizzeria schon gut besucht, da machen wir direkt halt und essen 2 sehr leckere Pizzen. Am Camper angekommen packen wir gleich alles zusammen, denn morgen wollen wir weiter fahren Richtung Heimat.
Samstag, 07. März 2026, Fahrt nach Quingey
Wir machen nochmal an der Tankstelle halt, denn in Deutschland wird Diesel mit Sicherheit teurer sein. Dann sind wir auch bald auf der Autobahn und fahren im Rhone-Tal an Lyon vorbei. Richtung Besancon haben wir noch ein Stück Landstraße, aber sehr schöne Landschaft. Den Campingplatz in Quingey haben wir letztes Jahr im Frühjahr besucht. Da musste noch sehr viel renoviert werden und wir waren fast die einzigen Gäste. Als wir jetzt vorfahren, ist der Campingplatz schon gut gefüllt. Da wir früh genug ankommen, bekommen wir noch einen Platz direkt an der „Loue“. Das Sanitärgebäude ist gut hergerichtet, es wurde viel gearbeitet.
Bei einem kleinen Bummel durch den Ort treffen wir auf eine besondere Veranstaltung, es ist Kinder-Karneval! Was es nicht alles gibt, und das Anfang März. Die Lokale sind für den Abend ausgebucht, also machen wir etwas im Camper.
Sonntag, 08. März 2026, Heimfahrt nach Kriftel
Das Wetter ist bestens, aber die Entscheidung, am Sonntag nach Hause zu fahren, entpuppt sich als genau richtig. Auf den Autobahnen ist wenig los, die Parkplätze sind voll mit Lastern, die stören also nicht. Und so erreichen wir gegen 14:30 Uhr Kriftel.
Das einzige Übel erwartet uns vor der Garage, da der Skoda 4 Monate nicht bewegt wurde, ist die Batterie „tot“. Der ADAC hilft gerne und zeigt uns für die Zukunft, wie man die Batterie das nächste Mal abklemmt, um nicht wieder eine Überraschung zu erleben. Nun kommt das übliche Ausräumen, Säubern, Einkaufen und und und….
Reisestatistik
Gefahrene Kilometer mit dem Camper 8896
Gefahrene Kilometer mit dem Fahrrad 1279 bei 44 Touren
Besuchte Camping/Parkplätze 51 bei 120 Tagen
Dieselpreis / km 0,16