Fotos - Urlaube - Camper Radfahren und mehr
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Freitag, 02. Januar 2026, Überfahrt nach La Palma, Charco Azul

Es regnet immer noch und entsprechend rau ist der „Atlantik“. Das Beladen der Fähre wird pünktlich gestartet und nach Verlassen des Hafens beginnt für viele Mitreisende das Drama, 2,5 Stunden mit Tüte vor der Nase. Wir haben uns ein Plätzchen ziemlich in der Mitte der Fähre gesucht, Rückenlehne zurückklappen und schlafen. So übersteht man das Gewackel am besten. Um 11 Uhr kommen wir auf „La Palma“ an und fahren durch dicke Wolken den Berg hinauf. Einkaufsstopp beim „Spar“, dann fahren wir in die Bucht von Charco Azul. 

Endlich, der Himmel reißt auf, die Sonne kommt raus. Wir machen einen Bummel durch den Ort, der sehr schön angelegt ist. Der schwarze Lavastrand sieht beeindruckend aus. Um 16 Uhr besuchen wir die Rumbrennerei „Aldea“. Die Anlage sieht etwas „in die Jahre gekommen“ aus.  Anbau von Zuckerrohr, die Verarbeitung und das Destillieren der Säfte wird sehr anschaulich erklärt. Die anschließende Probe beinhaltet sowohl weißen Rum als auch Abwandlungen jeder Art mit Honig und Gewürzen bis hin zu Whiskey. Anschließend gehen wir in ein gutes Fischrestaurant zum Essen.

Samstag, 03. Januar 2026, Fahrt nach La Fajana

Nach einer regnerischen Nacht entschließen wir uns, Richtung Nordküste zu fahren. Ein kompletter Regenbogen begrüßt uns in den Bergen. Es ist für die nächsten 3 Tage ein Wiesenplatz in den Bergen vorgesehen.

Im Laufe des Tages entpuppt sich, dass es dort kalt und matschig ist und wir uns auch Alternativen überlegen können. Wir kommen am Naturschwimmbad La Fajana an, es ist stürmisch, der Atlantik ist aufgewühlt, aber der Stellplatz bietet Ver- und Entsorgung und wir haben eine tolle Aussicht. So einen Naturplatz haben wir uns gewünscht.

Es gibt sogar ein Restaurant, was will man mehr. Am Nachmittag gehen wir dort hin, es ist voll, aber wir bekommen noch einen Platz und essen sehr lecker. Abends füllt sich der Stellplatz, alle 10 Plätze sind belegt. Und hier schlafen wir auch trotz Sturm und einigen Regenschauern sehr gut.

Sonntag, 04. Januar 2026, Fahrt zum Campingplatz  Barlovento in den Bergen

Der Sturm hat etwas nachgelassen. Da heute Abend auf dem Campingplatz gegrillt werden soll, machen wir uns auf den Weg. Von La Fajana gibt es nur eine Straße wieder in die Zivilisation, dann durchqueren wir den Ort Barlovento, der auch nicht all zu viel bietet und kommen an dem Stausee „La Laguna“ vorbei zum Freizeitgelände. Wir parken erstmal und erkunden zu Fuß das Gelände. Im Sommer ist es hier sicher sehr schön, viele Grillhütten im Wald, ein kleiner Teich mit ganz vielen Enten darauf.

Weiter die Straße hinauf gibt es einen sehr gepflegten Campingplatz mit Stromsäulen und asphaltierten Plätzen, leider geschlossen. Also zurück zum Auto, da kommt der erste Schweizer. Gemeinsam fahren wir über den Platz und finden an der Grillhütte 10 eine noch etwas sonnige Stelle. Hier bleiben wir und holen uns aus der Hütte den Strom. Nach und nach sortieren sich alle um uns herum. Die Schweizer werden aktiv, es wird Holz gehackt, vorsichtshalber eine Plane noch vor die Grillhütte gespannt, denn der nächste Regen kommt bestimmt. Um uns herum läuft und gackert eine riesige Hühnerschar und stolze Hähne sind auch dabei. Eine Katze ist ziemlich aufdringlich. Es wird ein lustiger Abend mit Anstoßen auf das 2. Enkelkind von Alfons und Julia. In der Nacht regnet es weiter!

Montag, 05. Januar 2026, Fahrt zurück nach La Fajana

Die Nacht und der Morgen haben es in sich! Rüdiger hat leider nachts einen Wasserhahn nicht richtig zugedreht und so ist das komplette Wasser in den Abwassertank gelaufen. Morgens lassen wir erstmal etwas Abwasser ab, dann können wir zum Glück in der Grillhütte Frischwasser holen und bei der Aktion fängt es wieder heftig an zu regnen. Endlich im Trockenen will ich Kaffee kochen, aber das Gas ist nun doch alle, also nochmal raus in den Regen. Wenn ein Tag schlecht beginnt, dann dieser! Aus den Bergen raus gehen wir in Barlovento einkaufen, denn morgen ist in Spanien Feiertag und alles geschlossen. Je weiter man Richtung Küste kommt, desto besser wird das Wetter. Auch hier in La Fajana regnet es immer mal wieder, aber es ist deutlich wärmer als in den Bergen und die Sonne lässt sich auch blicken. Morgen geht es wieder in die Berge.

Dienstag, 06. Januar 2026, Fahrt nach San Antonio del Monte

Julia und Alfons haben einen Motorschaden und unsere Reiseleiter sind damit natürlich auch beschäftigt. Der Wagen wird nach 6 Stunden endlich um 22 Uhr abgeschleppt und zum Hafen gebracht. Da heute Feiertag ist, passiert natürlich gar nichts. Wir fahren morgens los und besuchen die Schlucht, wo es einen Wasserfall geben soll. Die Wanderung in die Schlucht ist sehr schön, aber doch auch recht steil und deshalb nichts für Rüdiger. Bis zum Wasserfall schaffen wir es nicht und genießen einfach die schöne Landschaft.

Dann geht es auf der gefahrenen Straße wieder zurück, an La Fajana vorbei hinauf in die Berge. Die Straße ist zum Glück gut ausgebaut, aber die Kurven und Felsen sind beeindruckend und man sieht viel Steinschlag auf der Straße.

So sind wir froh, gegen 14 Uhr auf dem Campingplatz auf fast 1000 Meter Höhe anzukommen. Das Restaurant soll recht gut sein, das wird morgen getestet. Die Sanitärräume sind mehr als gewöhnungsbedürftig, wir duschen lieber im Camper und sind gespannt auf den morgigen Tag mit Bus- und Bootsfahrt.

 

Doris und Reto haben am 3-Königstag einen Königskuchen gekauft, den sie am Abend spendieren. Das besondere an diesem Kuchen ist, dass 3 Königsfiguren und eine Bohne eingebacken sind. Derjenige, der die Bohne findet, darf bezahlen, so ist der Brauch.

Mittwoch, 07. Januar 2026, Bus- und Bootsfahrt

Zu Rüdigers Geburtstag gibt es ein besonderes Programm. Ein Bus holt uns gleich morgens ab und die Fahrt geht zum Hafen nach Tazacorte. Mit irrsinnig vielen Kurven geht es erst auf 1100 Meter hoch, dann steil hinunter. Nach 2 Stunden mit einem Stopp an einem Aussichtspunkt kommen wir im Hafen an.

Hier ist es sonnig und warm, man glaubt es kaum! Das Whalewatching-Boot steht bereit und obwohl Platz für ca. 50 Personen ist, haben wir das Boot für uns allein. Dadurch kann man häufig den Platz wechseln, was auch viel genutzt wird. Zuerst geht es an der Steilküste entlang, die Klippen sind bis zum 400 Meter hoch. Man sieht die verschiedenen Gesteinsschichten, teilweise eisenhaltig erkennt man gut. Das Schiff fährt sogar ein Stück in eine Höhle hinein. Eine kleine Siedlung in den Felsen kann man bestaunen und erkennt einen steilen Trampelpfad in der Felswand.

Dann kommt ein weiteres Highlight. Das Schiff hält in einer Bucht, Es werden zwei Klappen zum Schiffsrumpf geöffnet und man kann dort durch Glaswände die Fische beobachten. Dann geht es hinaus aufs Meer und plötzlich tauchen tatsächlich Flossen auf. Wir sehen Pilotwale und Delfine, die um uns herumschwimmen. Und das bei herrlichem Sonnenschein.

Zurück an Land gehen wir eine Kleinigkeit essen, um 15:30 Uhr holt uns der Bus wieder ab und die Kurvengondelei geht wieder los. Das Abendessen gibt es bei San Antonio mit der Geburtstagsfeier. Ein gelungener Tag geht zu Ende.

Donnerstag, 08. Januar 2026, Ruhetag

Die Sonne scheint, obwohl wir im Gebirge sind, sensationell! Heute lassen wir es ganz ruhig angehen, eine kleine Wanderung rund um den Campingplatz und dann wird Petanque gespielt. Die Schweizer nehmen das Spiel sehr ernst und erklären uns die Regeln. Wir sind darauf angewiesen, dass man uns sagt, wann wir dran sind. Gemessen wird tatsächlich mit Maßband, nicht nur mit einer Schnur! Dann werden die Schattenflächen auf dem Platz immer größer und es wird wieder kühl. Gute Nacht.

Freitag, 09. Januar 2026, kleine Wanderung durch den Nebelwald

Da die nächsten Übernachtungsplätze wieder sehr sparsam ausfallen, was die Ver- und Entsorgung angeht, lassen wir uns jede Menge Zeit zum Duschen, Wasser nachfüllen usw. Heute sind die Wolken wieder um uns herum, da macht ein Spaziergang nur im Nebelwald einen Sinn. Wir finden einen wunderbaren Wanderweg, der allerdings immer steiler Berg ab geht. Dann landen wir an einer Quelle mit Bach, den wir überqueren. Der Aufstieg ist steil und der Weg hat in der Mitte eine tiefe Rinne vom vielen Regen. Um 14 Uhr fahren wir zum Weingut. Dort bleiben wir über Nacht und stehen mit herrlicher Aussicht auf dem Parkplatz der Bodega. Es gibt eine Weinverkostung und anschließend auf der Sonnenterrasse eine Paella und alle genießen die wärmende Sonne bis zum Sonnenuntergang.

Samstag, 10. Januar 2026, Fahrt nach Fuencaliente

Die Küstenstraße Richtung Süden kennen wir bereits von der Busfahrt zum Hafen. Die Schluchten, die wunderbar mit der guten Straße ausgefahren werden, sind wirklich beeindruckend, vor allem bei schönem Wetter. Wir haben den Ort Las Manchas anvisiert. Da der Vulcanausbruch von 2021 den Südteil der Insel stark verändert hat, will unser Navi uns über Straßen leiten, die es nicht mehr gibt. Also noch ein Stück retour und dann ein neuer Versuch. Man kann die Lawaströme gut erkennen und es ist beeindruckend, dass die Natur sich schon wieder Land erobert. In Las Manchas angekommen bietet der Ort nicht sehr viel, aber der „Plaza La Glorieta“, der von „Cezar Manrique“ gestaltet wurde, lohnt sich anzusehen. 

Wir fahren weiter zum „Centro de Visitantes Volcan San Antonio“. Für 8 € pro Person gibt es eine Menge zu sehen und zu erkunden. Die Entstehungsgeschichte der Kanaren und viel Wissenswertes über den Vulcanismus ist anschaulich auch in Deutsch beschrieben. Mit einem Rundweg kann man über den alten Kraterrand laufen. Der Wind ist wieder sehr heftig und es ziehen Wolken auf. 

Mit leichtem Nieselregen fahren wir weiter zu den Leuchttürmen von Fuencaliente. Die Straßen werden immer schmaler hinab zur Küste. Hinter dem Leuchtturm ist nur noch der Parkplatz und das war’s. Seltsamerweise gibt es ein gutes Restaurant hier am Ende der Welt bei den Salinen. Dort gehen wir abends zum Essen. Unter Sterneküche, die es hier geben soll, haben wir uns zwar etwas anderes vorgestellt, aber die Aussicht ist klasse und ein Sonnenuntergang wird uns auch noch geboten.

Sonntag, 11. Januar 2026, Radtour an der Südspitze von La Palma

Endlich schönes Wetter! Wir wollen uns mal wieder bewegen und holen die Fahrräder raus. Zum Einrollen geht es etwa 7 km durch die Bananenplantagen gemütlich an der Küste entlang. Dann beginnt der Aufstieg. Mit vielen Serpentinen schraubt sich die Straße hinauf bis zum Vulcan-Besucherzentrum. Hier sind wir auf ca. 700 Meter Höhe. Und dann kommt der Genuss, 10 km nur Berg ab und vor allem ohne Verkehr. Einfach herrlich! Unten am Leuchtturm angekommen setzen wir uns noch auf einen Kaffee ins Restaurant und genießen abends den Sonnenuntergang.

Montag, 12. Januar 2026, Fahrt nach Santa Cruz de la Palma und nach Teneriffa

Und wieder schönes Wetter! Wir fahren nicht die Küstenstraße sondern durch das Gebirge mit herrlichen Aussichten über die Küste. Man muss feststellen, dass „La Palma“ zurecht „La Isla Bonita“ ist. 

Am Strand von Santa Cruz treffen wir auf unseren Guide für die Stadtbesichtigung. Sie erklärt sehr anschaulich die wechselhafte Geschichte der Insel und der Stadt. Da hier auch viele Südamerikaner gelandet sind und ihre Spuren hinterlassen haben, ist die Stadt sehr bunt mit vielen schönen Balkonen und Plätzen. Dank eines Kreuzfahrtschiffes sind viele Besucher hier und fluten die Straßen. Hier kann man sich auch einen längeren Aufenthalt vorstellen. Aber wir müssen weiter. Um 17 Uhr geht die Fähre zurück nach „Teneriffa“, wo wir im Dunkeln ankommen und auf den Campingplatz in las Galettas fahren. Ein Absacker auf der Terrasse ist der krönende Abschluss dieses schönen Tages. 

Dienstag, 13. Januar 2026, Fahrt nach San Andres

Da der Campingplatz wirklich nicht schön ist, entscheiden wir uns, die letzte Nacht auf „Teneriffa“ lieber in San Andres zu übernachten. Außerdem geht es am nächsten Tag sehr früh mit der Fähre nach „Gan Canaria“, da muss man sich nicht in der Nacht noch 70 km antun. Unterwegs wird noch eingekauft und eine Gasflasche neu gefüllt, damit wir für den Rest des Urlaubs versorgt sind. Je näher wir Santa Cruz kommen, um so dichter wird die Bewölkung und dann regnet es wieder. Hoffentlich gibt es auf „Gan Canaria“ beständigeres Wetter.

 

Mittwoch, 14. Januar 2026, Fähre nach Gran Canaria, Puerto las Nieves

Noch im Dunkeln geht es zur Fähre. Eine neue Erfahrung, wir müssen rückwärts auf die Fähre fahren. Das Schiffspersonal händelt das sehr gut, denn alle sind unsicher. Das Meer ist etwas unruhiger als bei der letzten Schiffsfahrt und die Hafeneinfahrt nach Puerto las Nieves ist eng und klein. Der Begriff Hafen ist hierfür etwas übertrieben. 

Nur 2 km, dann sind wir an dem Schotterparkplatz und werden eingewiesen. Hier gibt es nichts! Wir machen einen Rundgang durch den Ort, der sehr hübsch ist. Viele weiß-blaue Häuser, eine kleine Kirche und jede Menge Restaurants. Hier werden mal wieder leckere Garnelen mit Knoblauch gegessen. Abends gibt es noch die nachträgliche Geburtstagsfeier von Erich.

Donnerstag, 15. Januar 2026, Besichtigung einer Kaffeeplantage

Um 10 Uhr werden wir mit Taxen hinauf in die Berge zu einer Kaffeeplantage gefahren. Ein netter junger Mann erklärt den Kaffeeanbau, die Ernte und alles, was man über Kaffee so wissen sollte. Er macht die Führung durch das Gelände sehr gut und zeigt auch, welche Obstbäume dort stehen. Von Zitronen über Papayas gibt es alle möglichen exotischen Gewächse. Es werden aber nur Kaffeeprodukte verkauft, von Marmelade bis zu Schnaps ist alles Mögliche dabei. Die Verkostung ist sehr umfangreich und es geht wieder lustig zu. Der Chef der Plantage bringt einige von uns mit dem Auto zurück zum Hafen, die meisten wollen durch eine Schlucht wandern. Mal sehen, wenn sie wieder am Camper ankommen. Wir bekommen noch einen guten Tipp für ein Restaurant, was wir nachmittags ausprobieren werden. „El Capita“ liegt in der 2. Reihe und ist deshalb nicht gut besucht. Wir sitzen aber am Fenster mit gutem Blick über den Hafen und den Fährverkehr. Das Be- und Entladen geht hier bei den kleinen Schiffen doch sehr flott. Zurück am Parkplatz bereiten wir uns auf die morgige Weiterfahrt vor.

Freitag, 16. Januar 2026, Fahrt nach Puerto Mogan

Die Küstenstraße ist spektakulär, sehr steil, sehr kurvig und mit herrlichen Ausblicken. Es wird an der neuen Straße mit vielen Tunneln fleißig gebaut, aber die Fertigstellung wird noch ein paar Jahre dauern. Wir haben gehofft, in Aldea eine Entsorgungsstation zu finden, Fehlanzeige. Also gehen wir zu einer Tankstelle und das klappt zum Glück ganz gut. 

Als nächstes Ziel haben wir uns die bunten Felsen von „los Azulejos de Veneguera“ ausgesucht. Um eine Kurve herum leuchten uns die grünen, gelben und ockerfarbenen Felsen entgegen. Es gibt an dieser Stelle sogar einige Parkplätze und wir sehen uns die Felsen mit einem Wasserfall in den Bergen an. Die Weiterfahrt geht teilweise bereits über die ausgebaute Straße und durch Tunnel und so kommen wir etwas schneller voran. Nach Mogan wird das Tal etwas flacher und bis zum Hafen ist es nicht mehr weit. 

Der Camperparkplatz liegt etwas außerhalb vom Ort, ist mal wieder sehr dürftig gestaltet und recht voll. Der Gang in den Ort führt durch den Markt, der von vielen Touristen besucht wird, obwohl nur jede Menge Kitsch angeboten wird. Das Hafenviertel ist ganz hübsch mit kleinen Kanälen, Lokalen und schönen Häusern. Dann wieder zurück zum Parkplatz und gute Nacht!

Samstag, 17. Januar 2026, Fahrt nach El Sao

Die Strecke ist nicht lang, deshalb machen wir noch einen Bummel durch das Hafenviertel. Ohne Markt und viele Touristen ist der Ort deutlich erträglicher. An der Küste entlang soll es noch einen Ort geben, der nicht so touristisch ist. Wir fahren dorthin und drehen ganz schnell wieder um. Der Campingplatz liegt in einem sehr schönen Tal von vielen Felsen umgeben und hat endlich mal alles, was man sich so wünscht. Nach einer heißen Dusche und einer Wäscheaktion gibt es heute gleich 2 Geburtstagsfeiern und anschließend ein Essen im Lokal „El Pinillo“. Ein deftiger Rindfleischtopf mit Bohnengemüse und eine Portion gebackener Käse sind wieder reichlich genug. Morgen müssen wir uns endlich mal bewegen!

Sonntag, 18. Januar 2026, Radtour durch das Tal

Die Wettervorhersage ist nicht gut, es tröpfelt immer mal wieder. Wir starten mit unseren Rädern in Richtung Berge. Die erste Strecke ist nur leicht Berg auf, aber wie zu befürchten fangen die Serpentinen an und gleichzeitig der Regen. In der ersten steileren Kehre ziehen wir die Regenjacken über und entscheiden uns zur Umkehr. Am Campingplatz angekommen ist es wieder sonnig. Also fahren wir ein Stück weiter Richtung Küste. Kurz vor der Autobahn entdecken wir einen Hinweis auf ein Restaurant. Kurz den Berg hinauf und dann bekommen wir Kaffee und Kuchen. Das Restaurant bereitet sich auf einen großen Ansturm vor, es ist schließlich Sonntag. Auf dem Rückweg zum Campingplatz fängt es wieder an zu tröpfeln, einfach nur lästig! Da wir morgen eine lange Strecke vor uns haben, gehen wir nochmal hier in das Restaurant, wer weiß, was der nächste Platz bietet, da werden wir wohl mal wieder kochen.

Montag, 19. Januar 2026, Fahrt nach San Felipe

Wir haben uns 5 mögliche Übernachtungsplätze herausgesucht, wo wir vor der Fährfahrt nach „Fuerteventura“ übernachten können, denn früh morgens 70 km zu fahren, finden wir nicht schön. Also auf die Autobahn und den ersten Platz ansehen. Es ist eine Surferbucht, sehr schön und neu angelegt. Mit Blick aufs Meer kann man sich diesen Platz merken. Dann fahren wir zu einer Besichtigung nach Aguimes. Ein sehr schöner Ort mit kleinen verwinkelten Gassen und bunten Häusern. Die Besonderheit in diesem Ort sind ganz viele Bronzestatuen, ein Kamel ist auch dabei. Ein kleines Museum und Künstlerlädchen durchstöbern wir. 

Wieder zurück an der Küste sehen wir uns einen Parkplatz bei dem kleinen Fischerort Tufia an. Für diesen Platz werden wir uns wohl entscheiden, der Ort kennt kaum Touristen, wir sehen das Meer und man ist schnell wieder auf der Autobahn. 

Dann landen wir auf einem Riesenparkplatz bei einem genauso großen Einkaufszentrum. Wir bummeln durch, Rüdiger wird wieder mit ein paar Jacken fündig und der Blick von der Terrasse über das Meer ist einfach klasse. „El Mirador“ ist eine Shoppingmall der Extraklasse! Im großen Bogen umfahren wir Las Palmas. Es ist eine der größten Städte Spaniens, entsprechend groß ist der Bogen. Der Campingplatz San Felipe ist wieder sehr sparsam ausgestattet, aber daran haben wir uns bereits gewöhnt. Noch den Geburtstag von Reto feiern, wieder pünktlich mit Regenbogen, und dann gute Nacht.

Dienstag, 20. Januar 2026, kleine Radtour

Der Bewegungsdrang lässt uns die Fahrräder ausräumen. Erst die Küstenstraße nach links, nach 2,5 km ist Ende, dann in die andere Richtung, da geht der Weg etwas weiter, aber nicht viel schöner. Das einzige Highlight ist der Ort El Roque, direkt auf einen Felsen gebaut mit ganz schmalen Gassen und vielen Treppen. Hier gibt es keinen Tourismus bis auf ein Lokal ganz vorne auf der Felsspitze. Bis dorthin kommen wir mit den Rädern nicht und es ist auch geschlossen. Also geht es zurück zum Campingplatz und der Geburtstag von Stefanie wird gefeiert.

Mittwoch, 21. Januar 2026, Besichtigung von Las Palmas

Um 9 Uhr werden wir mit dem Bus in die große Stadt gefahren. Las Palmas ist die 7.größte Stadt Spaniens, man glaubt es kaum. Vera ist unser Guide und erklärt natürlich auch wieder viel über die spanischen Eroberer. Der historische Teil der Stadt wurde von Kolumbus mehrmals besucht und deshalb gibt es hier auch entsprechende Museen. Die Häuser sind schon etwas pompöser als in den anderen Orten. 

Die Kathedrale ist natürlich auch sehenswert, besonders der Ausblick vom Kirchturm. Man hat einen herrlichen Blick über die vielen kleinen Vororte und den Hafen der Stadt. 

Die Markthalle besuchen wir natürlich auch. Und dann geht es um 14 Uhr in ein typisches Tapas-Restaurant. Außer uns gibt es nur spanische Besucher, das zeigt die Originalität des Essens, was wir dann bekommen, reichlich und gut. 

Letzter Fotostopp ist die Konzerthalle, benannt nach dem hiesigen Sänger „Alfredo Kraus“! Wir hatten sogar ganz viel Glück mit dem Wetter. Morgen geht es ins Hochgebirge auf 1700 Meter Höhe!

Donnerstag, 22 Januar 2026, Fahrt nach Corral de los Juncos

Der Ort Galdar soll ein paar Sehenswürdigkeiten haben, also hin. Der Aufstieg vom Parkplatz ist schon heftig, es geht steil durch kleine Gassen hinauf. Dann erreichen wir den Marktplatz. Da es gestern geregnet hat, ist der gepflasterte Platz sehr glatt, außerdem gibt es nur wenige Stände. Direkt neben dem Platz ist die Touristeninformation und das Gebäude ist etwas ganz Besonderes. Man hat das Bauwerk um einen uralten Drachenbaum herumgebaut. Das Amtszimmer mit Standesamt ist zu sehen, dahinter ein kleines Theater mit einer sehr schönen Decke und Plüschbestuhlung. 

Dann gehen wir zu der Höhle der Ureinwohner, eine Ausgrabungsstätte mit alten Bauten. Sehr professionell hat man hier die Führungen getaktet, 2 Filme erklären die Eroberung der Inseln und Versklavung der Ureinwohner. Die Höhle mit Malereien wird immer nur für kurze Zeit geöffnet. Insgesamt hatten wir uns etwas anderes vorgestellt. 

Dann noch schnell zum Supermarkt und es geht ab in die Berge. Von Meereshöhe an erklimmen wir in unendlichen Serpentinen 1700 Meter. Erstaunlicherweise fühlt es sich hier oben gar nicht so kalt an und gegen Abend geben die Wolken den Blick frei auf die Felsen herum. Und sogar den „Teide“ auf „Teneriffa“ können wir von hier aus sehen. Mit einem beeindruckenden Sonnenuntergang beenden wir diesen Abend.

Freitag, 23. Januar 2026, Fahrt nach Playa de Vargas

Da wir die Wanderung um den riesigen Felsen nicht mitmachen wollen, machen wir uns recht früh auf den Weg, und das ist auch gut so. Aus dem Hochgebirge führen wieder serpentinreiche Straßen hinunter an die Küste und um diese Uhrzeit sind zum Glück noch nicht viele Radfahrer unterwegs. Wer sich später auf den Weg macht, klagt über die Behinderungen durch die Radgruppen. Die Ausblicke sind grandios und etwas tiefer, etwa auf 1000 Meter Höhe, sehen wir auch viele blühende Obstbäume, Mandeln sind auf jeden Fall dabei. Die Berge haben wir bei 4 Grad verlassen, an der Küste haben wir angenehme 20 Grad. Wir fahren den Campingplatz Vargas an, aber wie befürchtet ist der Platz dauerhaft geschlossen. 

Nur etwa 300 Meter weiter ist die Surferbucht, die wir auch schon erkundet hatten. Das Wetter ist so schön, dass wir uns hier häuslich einrichten, mit Glück bekommen wir einen Stellplatz etwas oberhalb der Bucht, der Königsplatz. Vreni und Heinz kommen etwas später ebenfalls hier an. Es gibt wunderbare Wanderwege um ein Vogelschutzgebiet herum, den einzigen Lärm, den es hier gibt, verursachen die Wellen. Erstaunlich ist, dass die Polizei mehrmals durch die Bucht fährt und alle kontrolliert und verscheucht, die sich in das Schutzgebiet verirrt haben. Uns winken sie nur höflich zu. 

Samstag, 24. Januar 2026, Fahrt nach El Sao

Wir wachen mit einem herrlichen Sonnenaufgang auf. Das Wetter sieht so gut aus, dass wir gerne die Radtour zum Stausee machen möchten, also schnell zusammenräumen und in einer Stunde sind wir wieder am Campingplatz. Im Tal ist es noch recht kühl, aber bei den Serpentinen sind wir voll in der Sonne und kurbeln ganz gemütlich bis zur Staumauer hinauf. Auf 650 Meter Höhe entscheiden wir uns für den Rückweg und kehren im Tal noch auf einen Kaffee ein. 

. Um 17 Uhr ist die Gruppe wieder komplett, es werden die nächsten Tage besprochen und dann gibt es eine gute Paella im Restaurant „El Pinillo“. 

Sonntag, 25. Januar 2026, Radtour nach Maspalomas

Wieder strahlender Sonnenschein, warum konnte es nicht die ganze Zeit so schön sein. Unser Bewegungsdrang treibt uns aufs Rad. Wir fahren zur Küste und die Küstenstraße Richtung Düne ist eine ideale Radelstraße, leicht hügelig und schöne Kurven. Dann sehen wir am Horizont den Leuchtturm von Maspalomas und halten drauf zu. Dort angekommen ist der Schock groß, alles ist zugebaut, Menschenmassen bevölkern nicht nur den Leuchtturm sondern die ganze Küste ist rappelvoll mit Menschen. Wir drehen eine Runde um den Turm und verabschieden uns ganz schnell wieder von Maspalomas

Die Küstenstraße genießen wir dann wieder und ein Bierchen genehmigen wir uns dann lieber in unserem Tal, dort ist es gemütlicher. Abends treffen sich einige der Gruppe nochmal im Lokal zum Essen, denn morgen verlassen viele von uns fluchtartig dieses Tal. Wir haben hier alles gesehen, was es zu sehen gibt.

 

Montag, 26. Januar 2026, Fahrt nach Puerto Mogan

Der kleine Fischerort um den Hafen hat uns gut gefallen, den kann man auch ein 2. Mal besuchen. Also nehmen wir den hässlichen Parkplatz in Kauf und schlendern durch die netten Gassen. Ich finde sogar eine schöne weiße Shorts und ein pfiffiges Oberteil. Dann wird es uns auch hier zu voll, wir machen es uns verbotenerweise neben dem Camper in der Sonne bequem und stellen fest, dass sich auch ein paar Schweizer hierher verirrt haben.

Dienstag, 27. Januar 2026, Versorgung in El Sao

Heute können wir uns nochmal richtig Ver- und Entsorgen, ein letztes Mal Wäsche und Haare waschen, das ist für diesen Urlaub der letzte Tag auf einem richtigen Campingplatz. Wir bunkern ordentlich Wasser, damit wir im Camper auch mal duschen können. Und dann harren wir der Dinge.

 

Mittwoch, 28. Januar 2026, Fahrt nach Tufio

Der Plan sah vor, dass man nach Puerto Mogan zum Übernachten fahren sollte. Da wir aber am nächsten Morgen um 8:30 Uhr am Hafen in Las Palmas sein müssen, war uns die Fahrstrecke von dort zu weit. Wir hatten uns den kleinen Ort Tufio schon einmal angesehen und es hat uns dort sehr gut gefallen. Es gibt zwar kein Restaurant, dafür ist der Parkplatz schön ruhig und ganz nah zur Autobahn, also der ideale Startplatz zur Fähre. Vorher wird nochmal Gas aufgefüllt, auch das ist die letzte Möglichkeit vor Deutschland.

In Tufio wundern wir uns, wie viele Autos hier parken. Es sind jede Menge Taucher und Badegäste hier und genießen den schönen Strand und den Sonnenschein. Ab 16 Uhr leert sich der Parkplatz und es ist für die Nacht herrlich ruhig.

Fuenteventura, Lanzarote und Heimfahrt

vom 29.01.2026 bis 08.03.2026

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