Fotos - Urlaube - Camper Radfahren und mehr
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Freitag, 02. Januar 2026, Überfahrt nach La Palma, Charco Azul

Es regnet immer noch und entsprechend rau ist der „Atlantik“. Das Beladen der Fähre wird pünktlich gestartet und nach Verlassen des Hafens beginnt für viele Mitreisende das Drama, 2,5 Stunden mit Tüte vor der Nase. Wir haben uns ein Plätzchen ziemlich in der Mitte der Fähre gesucht, Rückenlehne zurückklappen und schlafen. So übersteht man das Gewackel am besten. Um 11 Uhr kommen wir auf „La Palma“ an und fahren durch dicke Wolken den Berg hinauf. Einkaufsstopp beim „Spar“, dann fahren wir in die Bucht von Charco Azul. 

Endlich, der Himmel reißt auf, die Sonne kommt raus. Wir machen einen Bummel durch den Ort, der sehr schön angelegt ist. Der schwarze Lavastrand sieht beeindruckend aus. Um 16 Uhr besuchen wir die Rumbrennerei „Aldea“. Die Anlage sieht etwas „in die Jahre gekommen“ aus.  Anbau von Zuckerrohr, die Verarbeitung und das Destillieren der Säfte wird sehr anschaulich erklärt. Die anschließende Probe beinhaltet sowohl weißen Rum als auch Abwandlungen jeder Art mit Honig und Gewürzen bis hin zu Whiskey. Anschließend gehen wir in ein gutes Fischrestaurant zum Essen.

Samstag, 03. Januar 2026, Fahrt nach La Fajana

Nach einer regnerischen Nacht entschließen wir uns, Richtung Nordküste zu fahren. Ein kompletter Regenbogen begrüßt uns in den Bergen. Es ist für die nächsten 3 Tage ein Wiesenplatz in den Bergen vorgesehen.

Im Laufe des Tages entpuppt sich, dass es dort kalt und matschig ist und wir uns auch Alternativen überlegen können. Wir kommen am Naturschwimmbad La Fajana an, es ist stürmisch, der Atlantik ist aufgewühlt, aber der Stellplatz bietet Ver- und Entsorgung und wir haben eine tolle Aussicht. So einen Naturplatz haben wir uns gewünscht.

Es gibt sogar ein Restaurant, was will man mehr. Am Nachmittag gehen wir dort hin, es ist voll, aber wir bekommen noch einen Platz und essen sehr lecker. Abends füllt sich der Stellplatz, alle 10 Plätze sind belegt. Und hier schlafen wir auch trotz Sturm und einigen Regenschauern sehr gut.

Sonntag, 04. Januar 2026, Fahrt zum Campingplatz  Barlovento in den Bergen

Der Sturm hat etwas nachgelassen. Da heute Abend auf dem Campingplatz gegrillt werden soll, machen wir uns auf den Weg. Von La Fajana gibt es nur eine Straße wieder in die Zivilisation, dann durchqueren wir den Ort Barlovento, der auch nicht all zu viel bietet und kommen an dem Stausee „La Laguna“ vorbei zum Freizeitgelände. Wir parken erstmal und erkunden zu Fuß das Gelände. Im Sommer ist es hier sicher sehr schön, viele Grillhütten im Wald, ein kleiner Teich mit ganz vielen Enten darauf.

Weiter die Straße hinauf gibt es einen sehr gepflegten Campingplatz mit Stromsäulen und asphaltierten Plätzen, leider geschlossen. Also zurück zum Auto, da kommt der erste Schweizer. Gemeinsam fahren wir über den Platz und finden an der Grillhütte 10 eine noch etwas sonnige Stelle. Hier bleiben wir und holen uns aus der Hütte den Strom. Nach und nach sortieren sich alle um uns herum. Die Schweizer werden aktiv, es wird Holz gehackt, vorsichtshalber eine Plane noch vor die Grillhütte gespannt, denn der nächste Regen kommt bestimmt. Um uns herum läuft und gackert eine riesige Hühnerschar und stolze Hähne sind auch dabei. Eine Katze ist ziemlich aufdringlich. Es wird ein lustiger Abend mit Anstoßen auf das 2. Enkelkind von Alfons und Julia. In der Nacht regnet es weiter!

Montag, 05. Januar 2026, Fahrt zurück nach La Fajana

Die Nacht und der Morgen haben es in sich! Rüdiger hat leider nachts einen Wasserhahn nicht richtig zugedreht und so ist das komplette Wasser in den Abwassertank gelaufen. Morgens lassen wir erstmal etwas Abwasser ab, dann können wir zum Glück in der Grillhütte Frischwasser holen und bei der Aktion fängt es wieder heftig an zu regnen. Endlich im Trockenen will ich Kaffee kochen, aber das Gas ist nun doch alle, also nochmal raus in den Regen. Wenn ein Tag schlecht beginnt, dann dieser! Aus den Bergen raus gehen wir in Barlovento einkaufen, denn morgen ist in Spanien Feiertag und alles geschlossen. Je weiter man Richtung Küste kommt, desto besser wird das Wetter. Auch hier in La Fajana regnet es immer mal wieder, aber es ist deutlich wärmer als in den Bergen und die Sonne lässt sich auch blicken. Morgen geht es wieder in die Berge.

Dienstag, 06. Januar 2026, Fahrt nach San Antonio del Monte

Julia und Alfons haben einen Motorschaden und unsere Reiseleiter sind damit natürlich auch beschäftigt. Der Wagen wird nach 6 Stunden endlich um 22 Uhr abgeschleppt und zum Hafen gebracht. Da heute Feiertag ist, passiert natürlich gar nichts. Wir fahren morgens los und besuchen die Schlucht, wo es einen Wasserfall geben soll. Die Wanderung in die Schlucht ist sehr schön, aber doch auch recht steil und deshalb nichts für Rüdiger. Bis zum Wasserfall schaffen wir es nicht und genießen einfach die schöne Landschaft.

Dann geht es auf der gefahrenen Straße wieder zurück, an La Fajana vorbei hinauf in die Berge. Die Straße ist zum Glück gut ausgebaut, aber die Kurven und Felsen sind beeindruckend und man sieht viel Steinschlag auf der Straße.

So sind wir froh, gegen 14 Uhr auf dem Campingplatz auf fast 1000 Meter Höhe anzukommen. Das Restaurant soll recht gut sein, das wird morgen getestet. Die Sanitärräume sind mehr als gewöhnungsbedürftig, wir duschen lieber im Camper und sind gespannt auf den morgigen Tag mit Bus- und Bootsfahrt.

 

Doris und Reto haben am 3-Königstag einen Königskuchen gekauft, den sie am Abend spendieren. Das besondere an diesem Kuchen ist, dass 3 Königsfiguren und eine Bohne eingebacken sind. Derjenige, der die Bohne findet, darf bezahlen, so ist der Brauch.

Mittwoch, 07. Januar 2026, Bus- und Bootsfahrt

Zu Rüdigers Geburtstag gibt es ein besonderes Programm. Ein Bus holt uns gleich morgens ab und die Fahrt geht zum Hafen nach Tazacorte. Mit irrsinnig vielen Kurven geht es erst auf 1100 Meter hoch, dann steil hinunter. Nach 2 Stunden mit einem Stopp an einem Aussichtspunkt kommen wir im Hafen an.

Hier ist es sonnig und warm, man glaubt es kaum! Das Whalewatching-Boot steht bereit und obwohl Platz für ca. 50 Personen ist, haben wir das Boot für uns allein. Dadurch kann man häufig den Platz wechseln, was auch viel genutzt wird. Zuerst geht es an der Steilküste entlang, die Klippen sind bis zum 400 Meter hoch. Man sieht die verschiedenen Gesteinsschichten, teilweise eisenhaltig erkennt man gut. Das Schiff fährt sogar ein Stück in eine Höhle hinein. Eine kleine Siedlung in den Felsen kann man bestaunen und erkennt einen steilen Trampelpfad in der Felswand.

Dann kommt ein weiteres Highlight. Das Schiff hält in einer Bucht, Es werden zwei Klappen zum Schiffsrumpf geöffnet und man kann dort durch Glaswände die Fische beobachten. Dann geht es hinaus aufs Meer und plötzlich tauchen tatsächlich Flossen auf. Wir sehen Pilotwale und Delfine, die um uns herumschwimmen. Und das bei herrlichem Sonnenschein.

Zurück an Land gehen wir eine Kleinigkeit essen, um 15:30 Uhr holt uns der Bus wieder ab und die Kurvengondelei geht wieder los. Das Abendessen gibt es bei San Antonio mit der Geburtstagsfeier. Ein gelungener Tag geht zu Ende.

Donnerstag, 08. Januar 2026, Ruhetag

Die Sonne scheint, obwohl wir im Gebirge sind, sensationell! Heute lassen wir es ganz ruhig angehen, eine kleine Wanderung rund um den Campingplatz und dann wird Petanque gespielt. Die Schweizer nehmen das Spiel sehr ernst und erklären uns die Regeln. Wir sind darauf angewiesen, dass man uns sagt, wann wir dran sind. Gemessen wird tatsächlich mit Maßband, nicht nur mit einer Schnur! Dann werden die Schattenflächen auf dem Platz immer größer und es wird wieder kühl. Gute Nacht.

Freitag, 09. Januar 2026, kleine Wanderung durch den Nebelwald

Da die nächsten Übernachtungsplätze wieder sehr sparsam ausfallen, was die Ver- und Entsorgung angeht, lassen wir uns jede Menge Zeit zum Duschen, Wasser nachfüllen usw. Heute sind die Wolken wieder um uns herum, da macht ein Spaziergang nur im Nebelwald einen Sinn. Wir finden einen wunderbaren Wanderweg, der allerdings immer steiler Berg ab geht. Dann landen wir an einer Quelle mit Bach, den wir überqueren. Der Aufstieg ist steil und der Weg hat in der Mitte eine tiefe Rinne vom vielen Regen. Um 14 Uhr fahren wir zum Weingut. Dort bleiben wir über Nacht und stehen mit herrlicher Aussicht auf dem Parkplatz der Bodega. Es gibt eine Weinverkostung und anschließend auf der Sonnenterrasse eine Paella und alle genießen die wärmende Sonne bis zum Sonnenuntergang.

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© Rüdiger Schrimpf

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