Fotos - Urlaube - Camper Radfahren und mehr
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Sonntag, 07. Dezember 2025, Radtour durch El Rocio

Inzwischen wissen wir mehr. Der Ort El Rocio ist ein Pilger-Ort und 4 Tage lang besuchen endlos viele Spanier die Wallfahrtskirche. Am langen Glockengeläut hört man, wann wieder eine Prozession beginnt. In diesem Jahr ist besonders viel los, da das Fest zum 100. Mal hier stattfindet. Morgens um 10 Uhr ist der Sand noch halbwegs fest, so dass wir mit unserem Rädern bis zur Klosterkirche kommen. Drinnen wird natürlich auch gerade wieder eine Messe gehalten.

Wir fahren weiter am See entlang, überqueren die Hauptstraße und besuchen das Naturschutzgebiet „Donana“. Hier ist zum Glück gar nichts los, so dass man die herrliche Landschaft genießen kann. Nach etwa 10 km kommen wir zu einem Palast, der ein Museum beherbergt, allerdings zur Zeit geschlossen ist. Hier ist die Straße zu ende, also zurück und nochmal zur Kirche.

Die weißen Gebäude strahlen in der Sonne, der ganze Ort ist beeindruckend hell und gepflegt – bis auf die nicht vorhandenen Straßen. Einige Autos versuchen, sich durch den Sand zu wühlen, aber Achtung, Kutschen und Reiter haben immer Vorfahrt. Aus dem Seitenportal der Kirche kommen Pilger mit sakralen Gegenständen, am Hauptportal strömen genauso viele Leute wieder in die Kirche, der helle Wahnsinn! Der Sand ist inzwischen so weich geworden, dass Radfahren wirklich keinen Spaß mehr macht. Also versuchen wir, im großen Bogen El Rocio zu umrunden.

Montag, 08. Dezember 2025, Radtour durch das Naturschutzgebiet Donana

Weil es so schön war, machen wir eine ähnliche Tour wie gestern noch einmal. Den Palast am Ende der Straße umrunden wir dieses Mal auf einem tollen Wanderweg. Auch hier wurden viele Holzstege angelegt, die durch die wilde Landschaft führen. Am Nachmittag kommen auch unsere Reiseleiter Petra und Frank an und um 16 Uhr gibt es die erste Besprechung. Das Begrüßungsessen ist nicht der Hit, das Fleisch ist zu lange gebraten und auch der Fisch ist trocken. Dafür ist die Schinkenvorspeise sehr gut. Die letzte Nacht auf dem Festland steht bevor.

Dienstag, 09. Dezember 2025, Fahrt nach Huelva zur Fähre

Wir haben zwar genug Zeit, um zur Fähre zu kommen, aber alle scharren mit den Hufen. Wir haben uns einen Supermarkt im Inland ausgesucht, leider mit sehr wenigen Parkplätzen und deshalb müssen wir schnell weiterfahren. Wir entscheiden uns, noch eine Rast in Mazagon einzulegen, aber auch der Ort ist ausgestorben. Für einen Kaffee reicht es, dann geht es zum Fährhafen. Wir treffen uns um 13 Uhr, aber wie üblich kommt dann der restliche Tagesablauf ins Stocken. Das Einschiffen beginnt erst gegen 16 Uhr. Abendessen gibt es ab 20:45 Uhr. Dann wird eben die Nacht nicht so lang.

Mittwoch, 10. Dezember 2025, Schiffsreise nach Teneriffa

Obwohl die Fähre sehr neu ist, schaukelt sie bei wenig Seegang ganz erheblich. Frank sehen wir fast die ganze Zeit nicht und ein paar andere Teilnehmer sind auch mehr auf dem Zimmer als in den Schiffsgängen zu sehen. Die Nacht ist nicht schön, wenn man im Bett hin und her rutscht ohne eigenes Dazutun, kann man sich die Wellenbewegungen vorstellen. Frühstück, Mittagessen und Abendessen gibt es vom Buffett, so richtig kommt kein Hunger auf, da wir uns ja kaum bewegen. Kartenspielen, Domino spielen, dann wieder Essen und ab und zu auf das Sonnendeck, der Tag zieht sich. Abends legen wir uns noch etwas auf’s Ohr, wer weiß, wann die Fähre tatsächlich einläuft. Es wird Mitternacht, dann fahren wir nur etwa 10 km zu einem großen Strandparkplatz in der Nähe von Santa Cruz und schlafen ohne Geschaukel.

Donnerstag, 11. Dezember 2025, Fahrt zur Finca Don Leandro

Morgens scheint die Sonne, es geht kein kalter Wind sondern ist richtig warm, herrlich! Nach einem kurzen Strandspaziergang entscheiden wir uns, die Stadt nicht näher zu besichtigen. Mit ganz viel Verkehr – Santa Cruz ist eben die größte Stadt der Kanaren – schieben wir uns den Berg hinauf. Endlich haben wir die Staus und die Stadt hinter uns. Die Wälder sind großartig, Eukalyptus und Pinien so weit das Auge reicht. Auf ca. 1400 Metern Höhe fahren wir die beiden Aussichtpunkte mit Blick auf den „Teide“ an, beide sind sehenswert.

An der Finca Don Leandro gibt es eine große Wiese, wo wir uns für die nächste Nacht hinstellen können und heute Abend wird in der Finca ein Essen für uns bereitet. Es gibt jede Menge Gemüse und auch Fleisch, eine sehr gesunde Angelegenheit. Gut gesättigt freuen wir uns aufs Bett.

Freitag, 12. Dezember 2025, Ausflug nach La Laguna

Da wir erst ab 16 Uhr auf den Campingplatz dürfen, ist ein Busausflug nach La Laguna geplant. Um 9 Uhr schüttet es wie aus Eimern, deshalb parken wir kurz entschlossen um auf einen etwas trockeneren Platz an der Straße. Dort holt uns der Bus ab, es geht Richtung Stadt. La Laguna liegt in etwa 600 Meter Höhe, es ist deutlich wärmer, aber eben heute richtig nass. Wir besichtigen die Markthalle und nach 30 Minuten sind wenigstens die Regenschleusen geschlossen. Wir besichtigen die Stadt und erfahren einiges über die Entstehung der Kanaren. Um 13 Uhr sind in einem typischen Restaurant für ein Mittagessen Plätze reserviert. Das Essen ist mehr als üppig, Suppe, Thunfisch, Sepia, Fleisch und Gemüse und dann noch Nachspeisen. Netterweise stellt man uns Verpackungsmaterial zur Verfügung, so haben wir auch morgen wieder etwas Gutes zu essen.

Dann beginnt das Drama, der Campingplatz wird wegen Sturmwarnung geschlossen, eventuell können wir am Sonntag dort hin. Wir entscheiden uns, wieder auf dem Parkplatz am Hafen von Santa Cruz zu parken, es ist eben ein Notfall. Der Bus bringt uns zu unseren Campern, aber kurz vor dem Parkplatz liegt ein Baum quer auf der Straße. Wir haben zum Glück viele starke Männer im Bus und gemeinsam wird das Hindernis beseitigt. Noch im Hellen kommen alle auf dem Parkplatz an, dann gute Nacht!

 

Samstag, 13. Dezember 2025, Ruhe- oder besser Unruhetag in Santa Cruz

Die Nacht war sehr unruhig, Sturmgewackel, Prasselregen, Hagel und Gewitter, von allem etwas. Der Tag ist auch nicht viel besser. Wir gehen immer, wenn mal die Sonne scheint, am Strand auf und ab und hoffen auf eine Unterstellmöglichkeit, wenn es wieder los geht. Kulinarisch sind wir noch gut von dem gestrigen Restaurant versorgt. Gegen 15 Uhr beruhigt sich das Wetter etwas. Aber wir haben noch keine Nachricht vom Campingplatz, ob wir morgen dort willkommen sind.

Der Baum hat uns vor den Unwettern geschützt.

Sonntag, 14. Dezember 2025, Fahrt nach Punta del Hidalgo

Das Wetter hat sich zwar beruhigt, aber die Polizei gibt zu Bedenken, dass viele Straße verschüttet sind, Bäume quer liegen usw., wir sind noch auf dem Parkplatz geduldet. Bewegung tut gut, also laufen wir bis in den Ort San Andres. In einer kleinen Seitengasse gibt es ein Restaurant, in dem nur Spanier sitzen, das ist genau das richtige für uns. Eine Fischsuppe, Oktupusssalat und gegrillter Haloumi sind reichlich genug.

Um 15 Uhr wird der Campingplatz wieder frei gegeben, da machen wir uns gleich auf den Weg. Man muss einmal über das „Anaga“-Gebirge fahren. Wie üblich geht es sehr steil wieder zur Küste hinab. Alle freuen sich über Landstrom, Toiletten und Duschen. Bei einer kurzen Besprechung werden die Möglichkeiten für die nächsten 4 Tage aufgezeigt. Wir machen morgen erstmal einen ruhigen Radeltag.

Montag, 15. Dezember 2025, ruppige Radtour an der Küste entlang

Wir rechnen mit guten Wanderwegen. Das „gut“ hört nach etwa 3 km auf, dann wird es ruppig. Steine, etwas Schlamm, viele Kakteen, da ist Vorsicht geboten. Am supermodernen Leuchtturm vorbei kämpfen wir uns an der Küste entlang, dann haben wir uns festgefahren. Ein Stück zurück führt ein steiler Weg hinauf zur Straße. Na also, geht doch!

Dort ist ein Wendehammer mit einer Touristeninformation. Ich will mich mal nach Busverbindungen nach Puerto de la Cruz erkundigen und komme mit meinen dreckigen Schuhen nicht gut an. Ich ziehe sie lieber aus und starte noch einen Versuch. Der Herr im Info-Büro ist etwas säuerlich, erklärt mir aber, dass man nur über La Laguna mit umsteigen nach Puerto de la Cruz kommt. Das ist uns zu umständlich, dann fahren wir morgen doch mit dem Camper dort hin. Hinter mir wird sofort der Dreck weggewischt und gefegt – sorry! Zurück fahren wir an der Küste entlang durch den Ort Hidalgo und finden auch ein Lokal, was für heute Abend vielversprechend aussieht. Um 16 Uhr ist Treffen – endlich mit der Vorstellungsrunde. Danach können wir essen gehen. Es gibt eine hervorragende Paella, die kaum zu schaffen ist, ein schöner Abend.

Dienstag, 16. Dezember 2025, Besuch des Loro Parks in Puerto de la Cruz

Die Wettervorhersage kündigt Regen an. Wir wagen es trotzdem und fahren nach Puerto de la Cruz zum „Loro Park“. Unterwegs fahren wir durch Wolken, aber unten an der Küste ist es trocken und dann kommt sogar die Sonne raus. Auf den Parkplatz vom Park dürfen wir mit dem WoMo nicht, aber in einer kleinen Seitenstraße gibt es – zumindest um diese Uhrzeit – reichlich kostenfreie Plätze. Der Eintritt ist nicht gerade preiswert, mit 88 € sind wir im Park. Aber man muss gestehen, der Preis ist für diesen Park angemessen. Neben Loros gibt es jede Menge Tiere zu sehen. Kurz nach dem Eingang ist das Pinguin-Eismeer aufgebaut.

Gorillas, alle möglichen Affenarten, Löwen und Tiger, Delphine, Orcas und und und.

Es werden Shows in riesigen Arenen angeboten. Die sparen wir uns und können dafür ganz alleine durch das Aquarium mit einem Unter-Wasser-Tunnel gehen.

Auch sehr beeindruckend ist die riesige Loro-Voliere. Man kann über einen Baumwipfelpfad direkt zu den Tieren kommen, die an Futterschalen sich nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Ein wunderbarer Ausflug! Noch schnell beim „Lidll einkaufen, damit wir für die nächsten Tage was Leckeres kochen können.

Mittwoch, 17. Dezember 2025, kleine heftige Radtour

 Vormittags regnet es noch häufig, immer mal wieder. Gegen 11 Uhr fahren wir einfach mal los. Richtung Info-Kreisel geht es rechts in den Ort am Hang, steil und immer steiler. Da hilft nur noch der Turbo. Nach 3 km haben wir etwa 300 Höhenmeter geschafft und es reicht uns. Beim Blick zurück sehen wir ganz klein unten am Meer den Leuchtturm. Wir drehen um und bremsen uns den Berg hinab.

Wir wollen auch noch zum Naturschwimmbad, aber kurz davor ist die Straße zu Ende, mit Toren versperrt. Also wieder den Berg ein Stück hinauf und am Campingplatz vorbei zur Küste. Am Schwimmbad angekommen sitzen die meisten der Gruppe beim Kaffee in der Sonne. Da setzen wir uns dazu und essen noch ein Stück Käsekuchen, sehr mächtig. Zurück am Camper füllen wir den „Omnia“ mit Gemüse und Lachs und genießen unser Essen. Für Morgen ist auch noch genug übrig.

Donnerstag, 18. Dezember 2025, Ausflug nach La Laguna

In der Nacht hat es wieder viel geregnet, wollen wir noch eine Radtour machen? Oh je, mein Vorderrad ist platt, so sind wir erstmal beschäftigt. Nach dem Flicken räumen wir die Fahrräder ein, keine Lust mehr zum Radeln. Um 11 Uhr gehen wir zur Bushaltestelle, müssen aber 30 Minuten warten, bis der Bus kommt. Eine Stunde braucht der Bus bis La Laguna, das Ganze für den unschlagbaren Preis von 2,90 € für 2 Personen. Nach 5 Minuten Fußweg Richtung Zentrum beginnt es zu regnen und hört auch erst auf, als wir wieder nachmittags in den Bus einsteigen.

Wir irren so durch die Gassen und entschließen uns, zu Mittag zu essen. Im Lokal ist es wenigstens trocken. Um 17:30 Uhr ist die Besprechung für den nächsten Tag, dann gute Nacht!

Freitag, 19. Dezember 2025, Fahrt nach Los Christianos, Überfahrt nach La Gomera

Komplette Ver- und Entsorgung, denn auf „La Gomera“ wird das Leben etwas sparsamer. Dann geht die Fahrt – Achtung: bei bestem Wetter und Sonnenschein – an der Nordküste von „Teneriffa“ entlang. Der schneebedeckte „Teide“ ist sogar sehr gut zu sehen. Warum konnte es in den letzten Tagen nicht so schön sein?

Wir sehen uns in Santiago del Teide das Hotel an, wo wir über Weihnachten stehen werden und reservieren für den 27. Dezember einen Tisch für das Essen mit Astrid und Thorsten. Nach einem Kaffee fahren wir gemütlich Richtung Süden weiter. Wir müssen erst um 15 Uhr im Hafen von Los Christianos sein, also machen wir noch einen Abstecher nach Adeje. Auch der Ort ist sehr touristisch, also sehen wir die Aktion als Zeitvertreib an.

Durch Los Americas ist der Verkehr sehr dicht, zum Teil liegt es an dem vielen Schnee auf dem Teide-Plateau, alle Kanaren wollen unbedingt einen Winterspaziergang machen. Um 16 Uhr legt die Fähre ab. Auf „La Gomera“ fahren wir zu dem vorgesehenen Parkplatz, Fehlanzeige, alles voll. Der Alternativplatz ist nicht schön. Der Platzwart vom Hafen gibt den heißen Tipp für einen Platz, die Schule ist bereits geschlossen, dort sind die Parkplätze leer, man wird uns dort dulden. Und siehe da, wir haben alle Platz und so schön aufgereiht stehen wir selten. Dann wird noch der Geburtstag von Reto gefeiert, er wird 66 Jahre alt. Wir schlafen alle gut mit einer Unterbrechung um 3 Uhr. Die Müllabfuhr fährt durch die Straße und leert die Mülleimer!

Samstag, 20. Dezember 2025, Rundfahrt über La Gomera

Endlich erleben wir die reine Natur mit herrlichen Ausblicken. Etwa 100 km fahren wir über die Insel, davon aber keine 5 km eben oder gerade, mit anderen Worten, es geht ständig auf und ab. Der Süden der Insel ist sonnig und recht karg.

Durch ein paar Tunnel erreichen wir den Norden und den Nationalpark. Lorbeerwälder, Nebelwälder und ein sehr schönes Besucherzentrum begeistern uns.

Dann wird die Straße doch recht schmal. Wir sind froh, dass uns nur einmal ein Bus begegnet. Die PKW’s finden immer eine Möglichkeit, an uns vorbeizukommen. Es gibt doch sehr viele Parkbuchten, um einen Fotostopp einzulegen. Keine Ahnung, wie viele Höhenmeter wir absolvieren, aber es sich nicht wenige.

In Playa Santiago angekommen stellen wir uns auf den vorgesehenen Platz. Dann gehen wir in die Tapasbar am Strand und essen sehr Knoblauch lastig, aber sehr lecker. Ein traumhafter Tag geht zu Ende.

Sonntag, 21 Dezember 2025, kurze heftige Radtour

Heute ist ein richtiger Sommertag, schließlich ist ja Winteranfang! Die Solaranlage liefert reichlich Strom und wir fahren mit den Rädern in eine Schlucht hinein. Zu Anfang geht es noch leicht Berg auf, aber die letzten 3 km von insgesamt 7 km sind sehr steil. Gut, dass wir einen Turbo einschalten können. Die letzten Serpentinen haben es in sich. Dann ist der beste Asphalt in einem kleinen Wendehammer zu Ende. Danach gibt es nur noch Wanderwege. Im Vorgarten des obersten Hauses liegt ein kleines Boot, was will man an dieser Stelle mit einem Schiff?

Die Abfahrt ist ein einziger Genuss. Am Strand wieder angekommen treffen auch immer mehr von unseren Campern ein, die allgemeine Meinung ist wie bei uns auch, „La Gomera“ ist eine wunderschöne Insel zum genießen, ganz im Gegensatz zu dem sehr touristischen Teneriffa.

Montag, 22. Dezember 2025, Wanderung durch den Nebelwald

Bei Sommerwetter werden wir vom Bus abgeholt. Nach 5 km sehen wir einen herrlichen Regenbogen, dann sind wir in den Wolken und es fängt an zu regnen. Um 11 Uhr sind wir am Wanderparkplatz auf 1150 Meter Höhe. Es gibt 2 Wanderrouten, die man nacheinander laufen kann, die erste geht über 2,2 km und wird uns als „Muss“ empfohlen, und das ist sie auch. Der Nebelwald entpuppt sich zwar als Regenwald, aber die Bäume sind mit Moos, Flechten und Farnen bewachsen und sehen einfach fantastisch aus. Man muss zwar sehr auf den Weg achten, da es rutschig und matschig ist, aber man kann ja immer mal anhalten und sich umsehen. Pilze gibt es auch sehr viele.

Die 2. Runde gehen wir nur bis zum Picknickplatz, dann reicht es uns. Zum Glück gibt es eine Bushaltestelle, so dass man beim Warten auf den Bus nicht völlig im Regen steht. Um 15 Uhr sind wir wieder bei den Campern, nun wieder im Warmen. Alle trocknen die Schuhe und Jacken, dann noch schnell Ver- und Entsorgen und auf geht’s nach San Sebastian zum Hafen. Morgen früh um 7 Uhr geht die Fähre. Adieu „La Gomera“, es war sehr schön!

Dienstag, 23. Dezember 2025, Fahrt nach Teneriffa, Santiago del Teide

Um 5 Uhr ist die Nacht vorbei, das Auto ist schnell startklar, dann geht es zum Hafen und dort haben wir Zeit, uns ein Frühstücksmüsli zu machen. Die Fähre fährt pünktlich ab, auf „Teneriffa“ angekommen geht es zum Einkaufen, „Lidl“ ist der allgemeine Treffpunkt. Eben alles für das Weihnachtsfest bunkern, dann fahren wir zum Hotel nach Santiago del Teide. Wir sind die ersten am Hotel, checken mit den Persos ein und werden sehr freundlich begrüßt. Wir buchen gleich noch ein Zimmer für eine weitere Nacht, da wir uns mit Astrid und Thorsten am 27.12. zum Essen hier treffen. Die Gruppe fährt am 26.12. hinauf zum „Teide“. Der große Stellplatz für alle 15 Camper liegt hinter dem Hotel. Ein Glücksfall, denn die Straße ist doch stark befahren. Da 3 Zimmer für die Gruppe gebucht wurden, können wir endlich gepflegt duschen und Haare waschen, eine Wohltat.

Es scheint zwar schön die Sonne, ist aber wieder kalt und windig. Um 17 Uhr gibt es eine Folkloreveranstaltung. Eine Gruppe von etwa 30 Personen zeigt sehr emotional unterschiedlichste Tänze der Kanaren und auch die Musik und der Gesang werden mit viel Begeisterung vorgetragen. Anschließend spendiert das Hotel noch Snacks und Wein und es wird ein sehr fröhlicher Abend. Im Camper wird erstmal die Heizung angemacht!

Mittwoch, 24. Dezember 2025, Ausflug nach Masca

Nach dem kalten Abend gestern ziehe ich mich an wie im tiefsten Winter. Um 8:30 Uhr ist das erste Taxi da, um uns nach Masca zu bringen. Die Masca-Schlucht ist berühmt bei Wanderern, es werden viele Touren organisiert und wer eine Tour gebucht hat, wird mit speziellen Bussen in den Ort gebracht. Da die Busse alle recht klein sind (max. 22 Personen), kann es sein, dass man als „normaler“ Tourist keinen Platz bekommt, deshalb wurden die Taxen gebucht. Die ersten 3 km Berg auf sind noch relativ human, aber dann beginnt die Abfahrt nach Masca. Die Serpentinen sind teilweise so eng, dass selbst die kleinen Busse einmal zurücksetzen müssen.

Es gibt im Ort nur wenige Parkplätze, deshalb empfehlen sich die öffentlichen Verkehrsmittel. Ein Depp (ein Spanier) versucht trotzdem, mit dem Wohnmobil zu fahren. Der wird beim Wenden Schwierigkeiten bekommen. Der Ort ist sehr steil, die Straßen sind mit großen Steinen gepflastert, als Fußgänger muss man sich ziemlich an die Felswände drücken, wenn eines der einheimischen Autos kommt. Aber die wissen genau, wo sie wenden können. Die Aussicht in die Schlucht ist grandios, irgendwann kommt sogar die Sonne über die Berge und es wird warm. Zurück nehmen wir den Bus, denn die Wanderer sind ja noch lange beschäftigt. Gegen Mittag quälen sich Massen von PKW’s durch die Serpentinen, der Busfahrer behält die Ruhe und macht vielen Autofahrern klar, dass sie zurücksetzen müssen, sehr spannend.

Zurück bereiten wir uns auf den Heiligen Abend vor. Einige Schweizer packen die Käsefodues aus, alle anderen richten Brote, Käse, Salate und jede Menge Süßes. Wir dürfen auf die Veranda des Hotels und das ist auch gut so, um 17 Uhr fängt der große Regen an. Wir stehen im Trockenen und es wird sehr fröhlich, Petra und Frank machen Bescherung, jeder Camper bekommt eine Weihnachtstüte mit Leckereien von den Kanaren. Irgendwann „schwimmen“ alle wieder in ihr Heim. Oh heilige Nacht!

Donnerstag, 25. Dezember 2025, Weihnachtsfeiertag

Der Regen des Abends setzt sich fort. Man sieht vor lauter Regenwolken keine Berge mehr. Etwas Bewegung muss sein, also laufen wir in einer Trockenpause durch den Ort, immer die nächste Bushaltestelle im Auge. Und so geht es allen!

Dann beginnt das große Duschen und für das Weihnachts-Festessen hübsch machen. Den späteren Nachmittag verbringen wir im Clubraum des Hotels, denn dort ist es warm. Um 19:30 Uhr ist es dann so weit, wir werden zu Tisch gebeten. Die Küche hat wirklich keine Mühen gescheut, nach 3 leckeren Vorspeisen gibt es eine wärmende Suppe, für die Verdauung ein Sorbet, der Hauptgang ist eine kleine Schweinshaxe mit Trüffelpüree und Kraut, bei der Schokonachspeise streiken die Ersten, ein Likör und ein Betthupferl runden das Ganze ab. Der Applaus für Küche und Service fällt entsprechend großartig aus. Wir haben die nötige Bettschwere und gute Nacht!

Freitag, 26. Dezember 2025, Reinigungs- und Putztag

Die Gruppe verabschiedet sich, es wird weiter zum Nationalpark Teide gefahren. Da wir die Vulkanlandschaft bereits 2 mal gesehen haben und uns morgen mit Astrid und Thorsten treffen wollen, veranstalten wir einen Putztag. Als erstes geht es nach Guia de Isora. Wir haben dort einen Waschsalon gefunden, eine große Parklücke ist kurz davor. Es gibt 3 große und 2 normale Waschmaschinen und 3 große Trockner. Die erste Waschmaschine ist bereits belegt, also der riesige Wäschehaufen wird in die 2. Maschine gestopft. Dann zurück zum Camper, denn so eine große Waschmaschine bekommen wir so schnell nicht wieder. Alle Handtücher und Schlafsäcke, Bettwäsche greifen, die 19 kg-Maschine ist als nächstes unsere. Nach 2 Stunden ist der Spuk vorbei und alles sauber wieder im Camper. Zurück am Hotel richten wir uns auf einen gepflegten Nachmittag mit Haarwäsche, Dusche und Aufräumen ein. Ein Zimmer haben wir noch für 1 Nacht gebucht, so müssen wir uns nicht mit anderen arrangieren, kochen noch etwas gutes und hoffen morgen wieder auf schönes Wetter, so wie heute.

Samstag, 27. Dezember 2025, Fahrt nach Garachico, Treffen mit Astrid und Thorsten

Sonne pur, da fahren wir in den hübschen Ort Garachico. Von 800 Metern in Santiago del Teide geht es hinauf auf 1150 Meter, dann hinab ans Meer. Auf 26 km sind das schon gewaltige Höhenmeter, die man absolviert. Es gibt keine gerade Straße und besonders schön sind die Hinweisschilder, dass es kurvig wird. Wir sind früh genug dort, um noch einen Camper-Parkplatz zu bekommen, sogar kostenlos. Der Küste vorgelagert ist ein riesiger Felsen, an den der Atlantik mit ordentlichen Wellen schlägt. Der Ort hat nette kleine Gassen, einen schönen großen Platz mit riesiger Kirche und daneben ein ehemaliges Kloster.

Da wir noch viel Zeit haben bis zum Treffen mit Astrid und Thorsten, fahren wir noch ein Stück weiter an der Küste entlang, durch einen Golfplatz bis ans „Ende der Welt“. In Buenavista del Norte ist es bei weitem ruhiger als in dem vorigen Ort. Wir genießen die schöne Aussicht auf das Meer. Dann geht es genauso wieder zurück zum Hotel.

Pünktlich um 17 Uhr treffen unsere Freunde ein und wir unterhalten uns ausgiebig über die Unterschiede der Kanareninseln, welche Orte lohnen sich und was hat wem an besten gefallen. Ein kleiner Rundgang durch den Ort, man hat alles Sehenswerte gesehen. Dann geht es zum Essen, was wieder hervorragend ist. Abends wird es wieder sehr kalt und Astrid freut sich darauf, in ein warmes Bett zu steigen.

Sonntag, 28. Dezember 2025, Fahrt nach Las Galletas

Der Parkplatz am Hotel ist gut gefüllt wie auch gestern Abend das Restaurant. Wir möchten uns noch etwas die Küste ansehen, bevor wir zum Campingplatz fahren. Richtung Los Gigantes geht es steil den Berg hinab, was denn auch sonst! Im Nachbarort Alcala soll ein großer Parkplatz sein, den wir ansteuern. Aber selbst am frühen Morgen ist kein Platz mehr zu bekommen. Also weiter zum „Lidl“ und zur Tankstelle, wo man alle Entsorgungsmöglichkeiten hat. „Ad Blue“ tanken wir auch nochmal nach, dann haben wir für den Rest des Urlaubs Ruhe. Am Campingplatz angekommen sind wir über die Qualität doch sehr enttäuscht. Für die Camper gibt es einen großen freien Schotterplatz, nur wenige Stromsäulen, die wohl auch nicht gut genug abgesichert sind. Wir werden uns arrangieren!

Montag, 29. Dezember 2025, Fahrradtour durch Las Galletas

Wir müssen uns endlich mal wieder mit dem Fahrrad bewegen und fahren Richtung Las Galletas. Eine kleine Schotterstraße führt Richtung Küste, am Ende durch ein Tor abgesperrt, durch eine kleine Lücke müssen wir die Fahrräder heben, nicht schön! Dann ein Stück Straße und wir landen in Las Galletas, was schon wieder sehr touristisch ist. Die Strandpromenade ist ganz nett, aber dann geht es nur über die Hauptstraße weiter, und die ist sehr voll. Irgendwann haben wir keine Lust mehr auf den Nahkampf mit den Autos und drehen um. Berg ab ist der Verkehr etwas besser zu ertragen. Wir bummeln noch etwas durch die Fußgängerzone und fahren nach Palm Mar. Hier ist etwas weniger los und so finden wir auch ein kleines Lokal, wo wir zu Mittag essen. Zurück auf dem Campingplatz traue ich mich unter die Dusche und stelle fest, dass es nur kaltes Wasser gibt. Mit anderen Worten, der Platz ist unteres Niveau.

Dienstag, 30. Dezember 2025, Besichtigung der Bananenplantage

Das Wetter ist gut, da wollen wir neben der „Bananenführung“ auch noch etwas nach Las Galletas fahren. Also nehmen wir die Fahrräder und mit einer größeren Runde kommen wir auch an der „Finca las Magaritas“ an. Die Idee hatten mehrere aus der Gruppe, so trudeln nach und nach die Leute am Tor der Finca ein. Auf der Straße wollen wir die Räder nicht stehen lassen, so fragen wir, ob wir alle Räder zwischen die Bananenstauden stellen dürfen, kein Problem. Eine deutsche Auswanderin macht für uns die Führung und erklärt eine Menge über den Bananenanbau, Lebenszyklus der Pflanzen und die Lieferproblematiken, die uns die EU beschert. Zum Schluss gibt es noch Kostproben der verschiedenen Produkte aus Bananen, unter anderem sogar Wein.

In Las Galletas finden wir an der Strandpromenade ein Fischrestaurant und genehmigen uns eine sehr gute Fischpfanne. Danach lässt der dicke Bauch keine lange Radtour mehr zu und es ist Entspannung am Camper angesagt.

Mittwoch, 31. Dezember 2025, Radtour am Flughafen entlang

Bei herrlichem Sonnenschein wollen wir als Jahresabschluss noch eine längere Radtour unternehmen. Morgens gibt es auch noch nicht so viel Verkehr, denn man muss ein Stück über die Hauptstraßen fahren. Richtung Küste rollt es gut hinunter, dann kommen ein paar Orte, aber es sind „Bettenburgen“ und an der Küste stehen zwar einige Camper, nur weil der Platz vorhanden ist aber schön ist es nicht. Vom Flughafen bekommt man nicht viel mit. Wir landen mal wieder in einer großen Baustelle und drehen um.

Zurück fahren wir nochmal nach Las Galletas, es könnte sein, dass es morgen regnet. Dann fahren wir bestimmt nicht. Die Fahrräder werden noch schnell geladen, zum letzten Mal in diesem Jahr wird Wäsche gewaschen und um 20:15 Uhr geht es zum Silvestermenü. Wir sind sehr gespannt, wie die Spanier den Jahreswechsel feiern, auf dem Campingplatz ist schon jede Menge los, es riecht nach Knoblauch und gegrilltem Fleisch und Fisch. Um 20:30 Uhr werden wir mit dem Bus abgeholt und nach Los Americas gebracht – wohin auch sonst. Der Ort ist das Las Vegas von „Teneriffa“. Die Frauen sind aufgebrezelt, teilweise mit edlen Sandaletten oder mit Flipflops, was sehr witzig aussieht. Um kurz nach 21 Uhr dürfen wir das Restaurant betreten und man kann wieder bestätigen, dass „SeaBridge“ sehr gute Lokale für die Festessen auswählt.

Um Mitternacht stehen alle auf der Straße und bewundern das Feuerwerk, sehr professionell! Dann quält sich eine Autoschlange zurück in die vielen Vororte. Auf dem Campingplatz ist auch noch jede Menge los, mal sehen, wie wir die Nacht überstehen.

Donnerstag, 01. Januar 2026, Ausruhen ist angesagt

Es ist Regen angesagt, deshalb packen wir schon alles ein, was nicht nass werden sollte. Dann beginnt der Regen. Die Spanier um uns herum ziehen Gräben, damit die Zelte nicht wegschwimmen. Da Bryony heute Geburtstag hat, treffen wir uns zum Umtrunk auf der Terrasse, es wurde uns gestattet!  Und dann fällt auch noch der Strom aus. Der ganze Süden von Teneriffa ist betroffen. Da geht man am bestens ins Bett!

La Palma, Gran Canaria

vom 02.01.2026 bis ??.2026

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